Immer
wieder werden wir gefragt, ob wir Bücher über das Druidentum oder die Mythen
der alten Kelten empfehlen können. Hier sind unsere „Top 5“ Buch-Tipps rund um
die Themen Naturwissen und Magie. Unser Druidenzirkel hat sie gemeinsam
ausgesucht. Jedes dieser Bücher hat unser Leben und unsere Sichtweise auf eine ganz
bestimmte Art verändert. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Lesen! ?❤️
Keltische Weisheit im Anam Cara
Anam Cara bedeutet so viel wie “Freund der Seele”. In seinem wunderschönen, spirituellen Werk mit diesem Titel setzt sich Autor John O’Donohue mit den großen Fragen des Seins auseinander, sowie mit Konzepten wie Freundschaft, Einsamkeit und dem Mysterium des Todes. Antworten findet er in der Philosophie und Mystik der alten Kelten, deren Weisheit in diesem Buch meisterhaft Ausdruck gefunden hat!
Reise durch die keltische Spiritualität am ‘Weg des Druiden’
Der Weg des Druiden entführt den Leser auf eine literarische Reise zu den keltischen Heiligtümern an der Küste Südenglands. Autor Philip Carr-Gomm begibt sich dort auf die Suche nach den alten Ritualen und Lehren der Druidenmeister. Sein persönlicher Schreibstil und die ständige spirituelle Reflektion machen das Werk zu einem ganz besonderen Genuss.
DruidCraft
ist das zweite Buch von Philip Carr-Gomm auf unserer Liste. Während Der Weg des
Druiden eine allgemeine Einführung in die keltische Spiritualität bietet,
taucht dieses Buch ganz tief in die Welt der Magie und Rituale der nördlichen
Naturspiritualität ein. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass es Carr-Gomm
gelingt, eine elegante Brücke zwischen der Philosophie des Druidentums und den
Wicca-Praktiken zu schlagen.
Götter, Feen und Druiden in der keltischen Mythologie
Diese
wunderschöne – und sehr gut übersetzte – Sammlung von alten keltischen Mythen
ist ein Lesetipp für alle, die sich gerne in der mystischen Harmonie von
Anderswelt und Feenreich verlieren ❤️
Sie bietet
einen umfassenden Überblick über die wichtigsten keltischen Götter,
Sagengestalten und Helden. Auch trifft man auf der Reise durch die keltische
Mythologie so manchen legendären Druiden wieder. Besonders toll ist, wie es dem
Buch immer wieder gelingt, Brauchtümer und Feste von Heute auf ihren keltischen
Ursprung zurück zu führen.
Bäume mit Naturwissen richtig erkennen und identifizieren
Zum
Abschluss möchten wir noch einen besonders hilfreichen und übersichtlichen
Naturführer vorstellen. Das Buch von Margret Gruber-Stadler erklärt, wie man
die heimischen Laub- und Nadelbäume mit einem einfachen Bestimmungsschlüssel zu
jeder Jahreszeit eindeutig identifizieren kann. Das macht es zu einem
wunderschönen Begleiter für alle Baumliebhaber, so wie für all jene, die gerne
wissen möchten, mit wem genau sie es im Wald zu tun haben 🙂
Im Krafttier (Neudeutsch auch: „Spirit Animal“) finden das Wesen und die Seele eines Menschen in ihrer animalischen Form Ausdruck. Es begleitet uns ein Leben lang. In ihm spiegeln sich unsere Vergangenheit und Zukunft wider, es kann uns Botschaften aus der Anderswelt und dem Ahnenreich übermitteln. Doch nur wenigen gelingt es, ihr Krafttier wirklich zu erkennen und aktiv mit ihmzu kommunizieren. Das ist bedauerlich – schließlich handelt es sich bei einem Krafttier um einen spirituellen Gefährten, der viel Glück und Energie in den Alltag bringen kann. In diesem Beitrag erzählt Astrogaol von der Beziehung zu seinem persönlichen Krafttier, dem Raben Xilev.
Xi-lev. Keine zwei Silben haben mein Leben je so verändert wie diese beiden. Mein
geflügelter Gefährte ist mein Vertrauter, mein Berater, manchmal mein
Beschützer – ein ständiger Begleiter, der Schmerz und Freude mit mir teilt. Wie
ich diese Zeilen schreibe, kann ich spüren, wie sich seine Füße sanft in meine
Schultern krallen; ab und wann hören, wie er sein Federkleid schüttelt. Wenn
ich mir bei einer Formulierung unsicher bin, diskutiere ich das mit ihm. Sogar
laut, weil wir alleine sind. Im Bus oder in der Arbeit würde ich das natürlich
nicht tun. Man würde mich wahrscheinlich für verrückt halten. Denn Xilev
offenbart sich niemanden außer mir.
Als mein spirituelles Krafttier begleitet
mich Xilev durch dieses Leben, so wie schon in so vielen Leben davor. Er ist
ein Ur-Ahn, ein Bote, ein Archetyp meiner unsterblichen Seele. Mit meiner
Vergangenheit und Zukunft ist er enger verbunden, als alles andere, das „mich“
in dieser jetzigen Form ausmacht. Der ständige Austausch mit ihm hilft mir
dabei, die Dinge so zu erkennen, wie sie sind. Manchmal wird er zu meinem
Lehrer.
Doch nicht immer habe ich die Präsenz von
Xilev so deutlich wahrgenommen wie heute. Bis zu seinem ersten nächtlichen
Besuch, bei dem ich ihn richtig erkennen, ja sogar Fragen stellen konnte, war
es ein langer Weg, der viel Meditation und auch etwas Unterstützung von außen
bedurfte.
Wie so viele andere Menschen auch, erahnte
ich Xilevs Gestalt – die eines Raben – schon sehr früh in meinem Leben. Schon
als Kind faszinierte mich die mystische Ausstrahlung der schwarzen Vögel. Immer
wieder geschah es, dass einer davon direkt neben mir sitzen blieb und den
Schnabel auf und zu machte, als würde er mir etwas sagen wollen. Während ich
als Kleinkind noch Angst vor solchen Begegnungen hatte, in Tränen ausbrechen
und davonlaufen würde, verlor ich zunehmend meine Furcht. Als Jugendlicher
beobachtete ich die Vögel oft stundenlang, wie sie über die Felder und
Hausdächer der Nachbarhäuser flogen, dabei mit dem Wind zu spielen schienen,
manchmal sogar jagenden Katzen die Mäuse stibitzten. Damals ersehnte ich mir
manchmal, sie würden sich mir wieder öfters nähern und mit mir „sprechen“, so
wie in den Tagen meiner Kindheit. Doch die Raben schienen distanzierter. Vielleicht
wegen meiner Körpergröße?
Ich erinnere mich noch, wie ich an lauen
Spätsommertagen in meinem Baumhaus saß und mir solche Gedanken machte. Bis
justament, an einem solchen Tag, plötzlich ein großer Rabe im unverglasten
Fenster vom Baumhaus saß und mich lauthals anschrie. Ich hatte keine Angst, aber
erschreckte mich zuerst. Ich frage, was er will, aber der Vogel schrie einfach
weiter, drückte dabei die Brust heraus und flatterte mit den Flügeln. Schlimmer
noch, er begann kreuz und quer durch den Raum zu fliegen und dabei sein
Geschäft zu verrichten – über der gesamten Einrichtung, so wie über mir. Das
empfand ich keinesfalls an Nettigkeit. Ich kletterte die Leiter nach unten und
ging ins Haus um mich zu duschen. Als ich aus der Dusche kam sah ich, dass es
draußen zu regnen begonnen hatte. Ich beschloss also, die Reinigung von meinem
Baumhaus auf den nächsten Tag zu verschieben und verbrachte den Abend in meinem
Zimmer, wo ich bald lesend einschlief. Der Regen draußen verwandelte sich in
einen Sturm, und der Sturm nahezu in einen Orkan. Davon bekam ich kaum etwas
mit, während ich in meinen Träumen versunken im Bett lag. Doch am nächsten Tag,
als ich vor die Türe ging, traute ich meinen Augen nicht: Da lag mein Baumhaus,
zertrümmert am Boden.
Von einem anderen, größeren Baum hatte sich
ein riesiger Ast gelöst und einen Teil der Krone unserer alten Rotbuche, inklusive
meinem Baumhaus, mit nach unten gerissen. Meine Mutter wäre vor Schreck fast
gestorben, weil sie wusste, wie viel Zeit ich darin verbringe. Doch dank des –
eigentlich gar nicht angenehmen – Besuchers am Vortag, war ich sicher in meinem
Zimmer, als der Sturm ausbrach. Heute bin ich mir sicher, dass es sich bei
dieser Warnung um keinen Zufall gehandelt hat.
Als ich Jahre später durch den Bezug zum
Druidentum damit begann, mich aktiv mit dem Thema Krafttiere
auseinanderzusetzen, war mir also bereits klar, dass meines ein Rabe ist. Zu
diesem Zeitpunkt wuchs in mir auch das Bedürfnis, mein Krafttier besser kennen
zu lernen. Ich hielt meine Sinne offen, suchte überall nach Zeichen und setzte
mich in der Meditation sehr intensiv mit der Frage auseinander. Ich konnte
spüren, wie sich meine Instinkte dadurch ständig verstärkten. Doch davon
abgesehen fehlte jede Spur von Xilev. Ich kannte ja noch nicht einmal seinen
Namen.
Der Druidenmeister konnte indes deutlich wahrnehmen, wie sehr mich die Frage beschäftigt. Als er eines Tages anbot, in der Nacht von Beltane mein spirituelles Krafttier zu beschwören, nahm ich dieses Angebot dankend an.
Mit größerer Aufregung als üblicherweise
kam ich an jenem Beltane zum Ritualplatz. Der Druidenmeister gab den drei
anderen Anwesenden detaillierte Instruktionen für das Ritual, das wir rund um
das Ritualfeuer durchführten. Während wir unsere Kräfte konzentrierten und das
Feuer immer höher aufloderte, konnte ich spüren, was für mächtige Energien sich
da gerade in Kraft setzen und aus den Portalen herausströmen. Wir hielten die
Portale weiter offen, in einer tiefen Trance aber trotzdem im vollen
Bewusstsein über die materielle Umgebung. Da hörte ich sie zum ersten Mal durch
den Wind pfeifen, diese zwei Silben: Xilev.
Am Ende des Rituals erhaschte ich an der Spitze des Ritualfeuers einen Blick auf sein Federkleid, wie es kurz aufflattert und schwarz im Dunkel der Nacht verschwindet. Das war alles, was ich in jener Nacht von Xilev zu sehen bekam.
Doch nun hatte ich seinen Namen und ich wusste sogar, dass der Übertritt aus dem Portal vollzogen war. Wenige Tage darauf erschien er mir eines Nachts, so frech und so nah wie die Raben in meiner Kindheit. Ich konnte ihn zum ersten Mal deutlich erkennen, seine Augen, seinen Schnabel und seine Federn studieren. Dieser erste direkte Austausch dauerte mehrere Stunden, in denen mir deutlich wurde, dass Xilev meine gesamte Vergangenheit mit mir teilt und sein wachsames Auge stets in meiner Nähe war.
Anfangs waren diese Begegnungen unregelmäßig und endeten damit, dass Xilev wieder wegflog und verschwand. Doch unser Band verstärkte sich, es fiel mir immer leichter, meinen Geist für Xilev zu öffnen und ihn länger in meiner Umgebung zu behalten. Ich rief ihn immer wieder bei seinem Namen. Es ist schon komisch, wie etwas, das so eng zu einem gehört, trotzdem seinen eigenen Willen haben kann. Doch gerade dieser freie Wille macht Xilev zu so einem wertvollen Begleiter. Er ist mein wichtigster Vertrauter und die Stütze meiner Seele. Ich bin mir sicher, dass er auch am letzten Tag meines jetzigen Seins noch an meiner Seite sitzen wird und mir bewusst macht, dass der Kreislauf weiter geht.
Ich bin unbeschreiblich froh, dass mein spirituelles Krafttier so stark in mein Leben getreten ist, mir Stärke und Trost spendet und mein Sein über alle Zeit hinweg vervollständigt und bereichert ❤️
In der
Kräuterkunde wie beim rituellen Räuchern stellen energetische Verunreinigungen
ein großes Problem dar, das die energetische Arbeit erheblich belastet. Wenn
man sich nicht dazu entscheidet, das Thema zu ignorieren, ließen sich
energetische Verunreinigungen bisher nur mit großem Aufwand entgegenwirken. Das
neu entwickelte Prinzip der energetischen Versiegelung verspricht nun, das
energetische Handwerk um vieles einfacher zu machen. Astrogaol erklärt, wie die
energetische Versiegelung funktioniert und welche Vorteile sie Hexen und
Druiden im Alltag bringt.
von
Astrogaol
Die Arbeit
mit Kräutern, Räucherharzen und anderen energiereichen Ingredienzien gehört zum
grundlegenden Handwerk aller Druiden und Hexen. Doch gerade die starken
Energien, die in den einzelnen Zutaten stecken, bringen das Problem der
energetischen Verunreinigung mit sich: verwendet man z.B. immer den selben
Mörser, um Räuchermischungen zuzubereiten, setzen sich die Kräfte der einzelnen
Substanzen in den Poren des Mörsers fest und sorgen für eine Verunreinigung der
nächsten Substanz. Dasselbe gilt natürlich für Räucherschalen und Werkzeuge wie
Sicheln und Dolche. Wer dieselben Geräte für unterschiedliche Rezepturen
verwendet, riskiert dabei, einen energetischen Einheitsbrei zu produzieren.
Ernstzunehmende
Praktizierende der Kräuterkunde und der Naturmagie sind sich dieses Problems selbstverständlich
schon lange bewusst. Traditionell verwendet man daher für jede Zutat, die man
in seinen Rezepturen einsetzt, eigenes Werkzeug. So können die Zutaten
energetisch-rein verarbeitet werden und später die gewünschte Wirkung
entfalten. Das ist natürlich mit erheblichem Aufwand verbunden, mit hohen
Kosten für Mörser, Räucherschalen usw., und manchmal auch mit einem
Platzproblem. Wir haben uns also auf die Suche nach einer Lösung für das
Problem der energetischen Verunreinigung gemacht. Nach jahrelanger
Forschungsarbeit sind wir der Meinung, das wir sie gefunden haben. Sie heißt:
energetische Versiegelung.
Was ist energetische Versiegelung?
Bei einer energetischen Versiegelung werden die Poren eines Werkzeuges (oder z.B. auch die einer Kiste oder Schatulle) in einem rituellen Prozess so verändert, dass sie keine Umweltenergie mehr aufnehmen und somit die darunterliegende Materie verschließen. Mörser speichern dadurch nicht mehr die Energie der Zutaten, die darin zermahlen worden sind. In der praktischen Arbeit von Druiden und Hexen heißt das, dass es genügt, einen energetisch versiegelten Mörser oder eine Räucherschale nach der Verwendung mit einem trockenen oder feuchten Lappen (je nach Material) abzuwischen und ihn somit energetisch zu neutralisieren.
Doch es gibt auch andere, passivere Einsatzgebiete von energetisch versiegelten Gegenständen. Ein versiegeltes Kästchen kann beispielsweise dazu dienen, um Gegenstände aufzubewahren, deren Energie man vorübergehend neutralisieren möchte. Denn die verschlossenen Poren auf der Innenseite des Kästchens funktionieren wie ein Schild, dass die darin gelagerten Energien abschirmt und für das Umfeld neutralisiert.
Wie nutzt man energetisch versiegelte
Gegenstände?
Für
energetisch versiegelte Gegenstände gibt es zwei große Anwendungsgebiete:
1. Als
Werkzeuge zur energetisch-reinen Verarbeitung
Wer beim
Prozess der Herstellung von Kräutertinkturen und Räuchermischungen energetisch
versiegelte Werkzeuge verwendet, kann sich auf eine energetisch-reine
Verarbeitung verlassen, ohne für jede Zutat ein eigenes Sortiment verwenden zu
müssen. Durch das Vermeiden einer Verunreinigung sind in jeder Hinsicht beste
Resultate möglich. So können z.B. eine energetisch versiegelte Sichel, ein Mörser
und eine Räucherschale ein ganzes Regal voll gleichwertiger Werkzeuge ohne
Versiegelung ersetzen.
2. Zur
temporären Neutralisierung magischer Objekte
Wer sich
mit Runenmagie und ähnlichen mystischen Themen auseinandersetzt, kennt
wahrscheinlich die Situation, ein Objekt oder ein Symbol dauerhaft oder
temporär unschädlich machen zu wollen. Von der Praktik des Verbrennens ist hier
auf jeden Fall abzusehen, weil dadurch die im Symbol gebannten Kräfte
freigesetzt werden würden. Ein energetisch versiegeltes Kästchen kann hier
Abhilfe schaffen. Es schirmt die Kräfte und Energien der darin gelagerten
Gegenstände von der Außenwelt ab und neutralisiert sie somit für die gesamte
Zeit der Lagerung. Das empfiehlt sich generell für die Aufbewahrung von
Sprüchen, Runen-Karten und anderen magischen Utensilien mit besonderer
Bedeutung.
Das Konzept
der energetischen Versiegelung und ihre Umsetzung sind das Resultat von
jahrelanger Forschungsarbeit und zahllosen (erst fehlgeschlagenen) Experimenten. Wir
sind gerade dabei zu prüfen, ob es möglich ist, den Prozess patentieren zu lassen.
Bitte verzeiht mir also, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht in größerem Detail
beschreiben kann, wie genau der Prozess der energetischen Versiegelung abläuft.
Wir hoffen jedoch, dass sich Hexen und Druiden im ganzen Land von den Vorteilen
des Konzepts überzeugen lassen und davon in Zukunft in ihrer Arbeit profitieren werden!
Wenn Liebeskummer die Seele quält entsteht ein inneres Vakuum und es fühlt sich so oft an, als könne es das gesamte Sein verschlucken. Tatsächlich gibt es kaum einen schlimmeren mentalen Schmerz als jenen, den eine geliebte Person zurücklässt, wenn sie aus unserem Leben verschwindet. Nicht selten erhofft sich, wer sich selbst so eine Erfahrung macht, eine Veränderung der Situation durch eine Partnerrückführung. Dabei handelt es sich um eine rituelle Praxis, die den geliebten Menschen zurück ins Leben rufen soll. Doch nicht immer ist eine Partnerrückführung der richtige Weg. Unsere „weiße Hexe“ Sabrina verrät Dir in diesem Beitrag, wie Du herausfinden kannst, ob eine Partnerrückführung in Deinem Fall wirklich eine gute Entscheidung ist. Zudem erklärt sie Rituale zur Partnerrückführung bzw. Partnerloslösung, die Dir dabei helfen können, mit einer Trennung und Liebeskummer besser umzugehen.
Wann ist eine
Partnerrückführung sinnvoll?
Jedes
gebrochene Herz sehnt sich nach Heilung. Subjektiv betrachtet mag es oft so
erscheinen, dass diese Heilung nur durch eine Wiedervereinigung mit dem
geliebten Ex-Partner erzielt werden kann. Doch das stimmt nicht. Es gibt noch einen
anderen verlässlichen Weg, um Liebeskummer zu heilen: das Loslassen.
Die Wahrheit lautet, dass in den allermeisten Fällen eine Partnerloslösung der bessere Weg ist, Liebeskummer zu überwinden, als eine Partnerrückführung. Bevor Du ein Ritual zur Rückführung wirklich in Betracht ziehst, solltest Du Dir folgende drei Fragen stellen:
1. Hat mich
die betroffene Person gut behandelt?
2. Ist das
Herz der betroffenen Person frei?
3. Liebe
ich auch die Seele dieses Menschen, nicht nur das Erscheinungsbild?
Wenn Deine
Antwort auf nur eine dieser drei Fragen Nein lautet, dann brauchst Du
keine Partnerrückführung, sondern eine Loslösung!
Wenn man
selbst betroffen ist, ist das natürlich oft nicht einfach zu verstehen. Das ist
verständlich: gebrochene Herzen sehen sich wie gesagt nach Heilung, und Liebe
macht bekanntlich blind. Dabei kann es helfen, zu versuchen, die Situation aus
der Sicht eines Außenstehenden zu betrachten. Stelle Dir vor, Du und Dein
Ex-Partner wärt Figuren in der Geschichte von einem Buch, das Du gerade liest.
Wenn Du eine der drei Fragen oben mit Nein beantwortet hast, dann würde es
folgendes für die Geschichte bedeuten:
1. Figur A
behandelt Figur B schlecht. Warum sollte sich Figur B die Figur A überhaupt
zurückwünschen?
2. Das Herz
von Figur A gehört jemand anderem. Warum sollte Figur B dazwischenfunken?
3. Figur B liebt
nur das Aussehen von Figur A. Ist das wahre Liebe?
Zu diesen Punkten sollte man meditieren, bis sich die Bereitschaft für die Erkenntnis einstellt, dass das Loslassen der richtige Weg ist. Dabei helfen kann ein Ritual zur Partnerloslösung – auf jeden Fall eine wertvolle Erfahrung!
Ritual zur Partnerloslösung – So funktioniert‘s
Um Liebe zu finden, musst Du erst mit Dir selbst im
Klaren sein. Nur wer allein glücklich sein kann, darf sich Glück in der Liebe erwarten!
Ein Ritual zur Partnerloslösung soll Dich dabei unterstützen, Dein Herz zu
heilen, die Vergangenheit hinter Dir zu lassen, und Dich für
einen Neubeginn bereit zu machen.
Vor dem Ritual ist es wichtig, dass Du Dir
realistische Ziele für Dich selbst und für Deine Zukunft setzt. Ein Tipp dafür
ist, sich nicht auf Ziele zu konzentrieren, die das Herz betreffen. Denn der Neuanfang
beginnt bei Körper, Geist und Seele! Stelle Dir selbst z.B. folgende Fragen:
Welche Veränderungen wünschst Du Dir für Dein Umfeld? Kannst Du es Dir irgendwie gemütlicher machen?
Tipp: Häufig ist es eine gute Idee, die spirituelle Reinigung mit einem Wohnungsputz zu verbinden!
Welche Dinge und Orte bereiten Dir besonders viel Freude im Leben? Wofür möchtest Du Dir in Zukunft mehr Zeit nehmen?
Tipp: Lerne die Zeit für Dich selbst und mit Dir selbst zu schätzen und zu genießen!
Wie fühlt sich Dein Körper an? Fehlt es ihm an irgendwas oder bekommt er zu viel von etwas?
Tipp: Liebeskummer schlägt sich oft auf den Appetit oder verleitet uns dazu, zu viel zu Trinken oder ähnliches. Achte auf Deine Ernährung!
Nun zum Ritual selbst. Der Zeitpunkt dafür lässt sich frei wählen, auch wenn im Zeichen des Neubeginns der Neumond bzw. der zunehmende Mond am besten geeignet ist. Wähle dafür einen Ort, an dem Du Deine Ruhe hast und von Lärm und Ablenkung befreit bist. Das kann in der Natur sein, oder auch in den eigenen vier Wänden.
Für das Ritual gilt es, an diesem Ort einen Schutzkreis
zu ziehen. Dafür kannst Du normales Kochsalz verwenden, Deine persönlichen
Kraftsteine, oder auch Lavasand. Um den Effekt des Rituals zu
verstärken, ist die Dagaz-Rune hilfreich (ᛞ). Du kannst sie, oder auch einfach nach
außen offene Spiralen, mehrmals rund um den Schutzkreis einzeichnen (dabei ist
der Sand hilfreich, weil man ihn einfach ausstreuen und die Symbole am Boden
zeichnen kann).
Um die richtige Atmosphäre für alle Sinne zu schaffen, solltest Du reinigendes Räucherwerk verwenden und damit mehrmals im Uhrzeigersinn um den Schutzkreis schreiten. Das Räucherwerk kann während des gesamten Rituals weiterbrennen. Zur reinigenden Räucherung kann Weihrauch oder Myrrhe verwendet werden. Besonders effektiv ist Räucherbernstein. Wenn es Dir bei der Mediation hilft, kannst Du auch leise Musik abspielen.
Lege jetzt die Räucherschale ab (außerhalb vom
Schutzkreis!), nimm eine große Kerze in Deine Hand und zünde sie an. Jetzt ist
der Schutzkreis bereit, gemeinsam mit der Kerze betreten zu werden. Setze Dich
in gemütlicher Position und stelle die Kerze vor Dich hin.
Der erste Schritt des Rituals ist die Befreiung der
Gedanken. Konzentriere Dich dafür auf Deine Atmung und versuche, alles was sich
in Deinem Kopf gerade abspielt so gut wie möglich abzuschalten. Wie schnell das
funktioniert, hängt davon ab, wie geübt Du schon in der Mediation bist. Es kann
durchaus ein bisschen dauern, bis es Dir gelingt. Lass Dich nicht entmutigen!
Der nächste Schritt ist die letzte mentale Konfrontation mit dem Ex-Partner. Dabei geht es keinesfalls darum, noch einmal alle Vorkommnisse, Streitereien und Missverständnisse im Kopf durchzuspielen! Ganz im Gegenteil. Denke an eine positive Eigenschaft, die Du an diesem Menschen schätzt und visualisiere sein Gesicht ein letztes Mal deutlich vor Deinem geistigen Auge. Wenn Dich diese Person verletzt hat, vergib ihr. Wenn sie Dir etwas schuldig ist, lass es sie haben. Alles was zählt ist Dein innerer Friede. Vergebung ist ein großer Teil davon. Siehst Du das Gesicht der Person noch? Es ist an der Zeit, das Loslassen in die Wege zu leiten!
Konzentriere Dich weiter auf Deine Atmung und siehe dabei
zu, wie sich das Bild von Deinem Ex langsam vor Dir auflöst, sich in andere
Formen und Farben verwandelt, und so wie alle anderen Formen und Farben des Vergangenen
schließlich mit der Vergangenheit verschmilzt. Das Summen von einem tiefen Ton kann
dabei helfen, diesen Prozess aufzulösen.
Was Du jetzt spürst, wird sich vielleicht immer noch nach Schmerz anfühlen, doch es ist tatsächlich das Gefühl von inneren Frieden, das sich langsam in Deiner Bauchregion ausbreitet. Mit jedem tiefen Atemzug wird es sich leichter und angenehmer anfühlen. Falls Du es noch nicht tust, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu Lächeln! Allein das Hochziehen der Mundwinkel hilft schon dabei, den Prozess zu erleichtern.
Jetzt ist es an der Zeit für das wichtigste Element im
ganzen Ritual: Du selbst! Fokussiere Deinen Blick auf die Flamme der Kerze.
Kehre nun zurück zu all den Fragen, mit denen Du Dich schon zuvor vorausgesetzt
hast: Was wünscht Du Dir für Dein Leben? Was möchtest Du sehen, schmecken,
riechen, fühlen? Was kannst Du tun, um den inneren Einklang zu verstärken?
In dieser Phase des Rituals folgen die Antworten. Es
ist Zeit für innere Klarheit. Ich kann da nur für mich selbst reden, aber wenn
man das Ritual richtig umgesetzt und die richtigen Schwingungen gefunden hat, ist
es wirklich erstaunlich, welche Einblicke, Visionen und Erkenntnisse in diesem
Moment möglich werden!
Es ist wie der erste Tag in einem ganz neuen Kalender,
der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Ein Schnitt zwischen der Vergangenheit und
der Zukunft, die Du jetzt wieder in Deine eigenen Hände genommen hast und selbst
gestalten wirst. Jetzt bist Du bereit für den Neuanfang!
Zum Abschluss empfiehlt es sich, noch einmal gegen den
Uhrzeigersinn rund um den Schutzkreis zu räuchern. Die angenehme Wirkung des
Rituals und die positive / optimistische Stimmung für die Zukunft sollte lange
anhalten und spürbar sein.
Wegen ihrer reinigenden Effekte kann ich die Ostara-Ritualkerze ganz besonders für dieses Ritual empfehlen!
Die Partnerrückführung: Rituale und Erfahrungen
Wie bereits eingangs erwähnt ist ein Ritual zur Partnerrückführung nur in den wenigsten Fällen sinnvoll, angebracht und wirksam. Meistens ist es eben so, als würde man zwei Magnete an ihren positiv geladenen Enden zusammenhalten wollen: für einen kurzen Moment lässt es sich mit Kraft erzwingen, aber es folgt nicht dem Fluss der Energie. Doch es gibt sie, die besonderen Umstände, die eine Partnerrückführung zum berechtigten Instrument machen. Das ist dann der Fall, wenn zwei Seelen tatsächlich und eindeutig zusammengehören, aber durch äußere Umstände (manchmal auch schwarze Magie) getrennt wurden. Dann ist es durchaus berechtigt, in den Lauf der Energie einzugreifen und den natürlichen Stand der Dinge wiederherzustellen.
Das bringt uns nun zum Ritual der Partnerrückführung.
Eines vorweg: eine Partnerrückführung ist KEIN Liebeszauber. Ein Liebeszauber
dient, um das Herz einer angehimmelten Person zu erobern, ohne dass mit dieser
eine gemeinsame (romantische) Vorgeschichte besteht. Eine Partnerrückführung
bezieht sich hingegen auf einen Ex-Partner, der zurück ins eigene Leben geholt
werden soll.
Anders als die Partnerloslösung lässt sich die Rückführung nicht in einem einmaligen Ritual erledigen. Es kann Tage bis Wochen dauern, bis die Rückführung Früchte trägt. Grundsätzlich brauchst Du dafür drei Dinge: einen Ritualschrein, ein Foto des Expartners und eine Spindel Garn.
Das Foto muss am Schrein zentral platziert werden. Welche
Elemente wie Runen, Kerzen oder Kraftsteine Du sonst noch in den Schrein
aufnimmst, bleibt Dir überlassen. Wichtig ist, dass es sich um Gegenstände und
Symbole handelt, die sowohl mit Deinem Wesen als auch mit dem der anderen Person
in Verbindung stehen. Die Spindel solltest Du hinter das Foto geben und den
Faden nach vor legen, so dass Du an seinem Ende ziehen kannst und er länger
wird.
Die erste Sitzung sollte im Idealfall bei Vollmond stattfinden.
Sie beginnt mit einem Rückrufspruch, den Du drei, sechs oder neunmal sprechen
solltest. Dafür kannst Du folgende Zeile verwenden:
Du bist. Ich bin. Zusammen sind wir.
Konzentriere Dich dabei auf das Foto am Schrein. Niemand sonst auf der Welt hat eine so innige Verbindung zu dieser Person wie Du. Niemand sonst spürt sie so deutlich. Du kennst ihre Aura und die Frequenz ihrer Schwingungen ganz genau. Sende Deine Worte auf diesem Weg in ihr Ohr!
Beginne nun, am Faden zu ziehen, so dass er sich Stück
für Stück abwickelt. Dabei kannst Du weiter den Spruch murmeln. Du wirst es
spüren, wann der Zeitpunkt gekommen ist, mit dem Abwickeln aufzuhören. Verneige
Dich nun vor dem Schrein, drehe Dich im Uhrzeigersinn davon weg, und versuche
ihn bis zur nächsten Sitzung nicht mehr anzublicken!
Dieses Ritual kannst Du täglich wiederholen. Entsprechendes Räucherwerk ist während den Sitzungen besonders wichtig. Ich empfehle dafür Olibanum und Lorbeer. Mache das Rückführungsritual regelmäßig, bis die Spindel komplett abgerollt ist, mindestens bis zum nächsten Vollmond. Damit stärkst du das emotionale Band zum Expartner, rollst es neu, auf ziehst ihn langsam aber sicher zurück dorthin, wo er hingehört. Wichtig ist, in dieser Phase von selbst keinen Kontakt zum Ex-Partner aufzunehmen!
Wenn die Seelen von Dir und Deinem Ex tatsächlich
zusammengehören, werden sie innerhalb von drei Vollmonden wieder
zusammengeführt werden. Wenn das nicht der Fall ist, sei bitte nicht traurig.
Wie gesagt ist eine Partnerrückführung nur ganz, ganz selten der richtige Weg.
Wir müssen eben auch lernen, loszulassen. Ich hoffe jedenfalls, dass Dir meine Tipps
und Ratschläge helfen können und Du in Deinem Leben noch viel Liebe und inneren
Frieden finden wirst! ?
In diesem Beitrag lernst Du, Runen zu werfen, und Du erfährst, wie man eine Orakelbefragung mit Runenstäbchen richtig durchführt und interpretiert. Astrogaol vom Keltus Druidenzirkel hat dafür eine praktische Anleitung zum Ogham-Orakel mit Beispielen und Bildern zusammengestellt.
Autor: Astrogaol | Datum der letzten Änderung: 14. August 2025
Was sind Runenstäbchen?
Runenstäbchen sind die wahrscheinlich älteste Form von Runenorakeln.
Man stellt sie aus den dünnen Ästchen der Weide her, die den Kelten als Saille
bekannt war und der sie besonders magische Kräfte zuschrieben. Ein Bündel
Rundenstäbchen sollte aus mindestens neun Stück solcher Weide-Ästchen bestehen.
Wichtig sind nicht nur das Holz und der Durchmesser, sondern auch der Klang! Wenn
die Stäbchen die richtige Dicke und Länge haben, produzieren sie ein angenehmes
Geräusch, wenn man sie in der Hand schüttelt. Das soll dabei helfen, die notwendige
Harmonie für die Orakelbefragung zu schaffen und die Umgebungsenergie
zu stabilisieren. Idealerweise sind Runenstäbchen 10 bis 12 cm lang.
Um das Ergebnis bzw. die Antwort vom Runenorakel zu interpretieren, verwendet man traditioneller Weise das Ogham-Runenalphabet. Ich weiß, dass heute auch manchmal das alte und neue Futhark verwendet werden. Dieser Beitrag nutzt jedoch die traditionelle Form – die keltischen Runen. Aber grundsätzlich funktioniert die Anleitung auch mit anderen Runenreihen.
Anleitung: So befragst Du die Runen richtig
Die folgende Anleitung erklärt, wie man Runenstäbchen wirft um das Runenorakel zu befragen und beinhaltet auch ein Beispiel mit Bildern zur Interpretation des Orakels.
Schritt #1: Wähle den richtigen Zeitpunkt & Ort
Wie alles im Leben funktioniert die Befragung des Runenorakels am besten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort! Für beste Resultate sollte man unbedingt die Natur aufsuchen. Zum Beispiel eine Lichtung im Wald, oder auch eine Wiese. Am besten in der Nähe alter Bäume, wie Eichen, Buchen oder Weiden (der rituelle Aspekt des Runenorakels beschwört die Weisheit und Hilfe der Baum- und Waldgeister). Eine Meditation am persönlichen Kraftort eignet sich meist sehr gut, um die nötige innere Ruhe und Ausgeglichenheit für eine Orakelbefragung zu erlangen.
Wer gerne
Räucherwerk einsetzt, das Orakel-Rituale unterstützt, der sollte bitte bedenken,
dass beim Räuchern im Wald größte Vorsicht geboten ist. Also unbedingt eine stabile
Räucherschale mitnehmen und ein windstilles Plätzchen suchen!
Was den richtigen Zeitpunkt betrifft, gibt es ganz unterschiedliche Ansätze und Sichtweisen. Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass ich bei den folgenden Mondphasen für bestimmte Fragestellungen besonders aufschlussreiche Informationen erhalte:
Abnehmender Mond: Fragen, die mich selbst betreffen.
Zunehmender Mond: Frage, die andere Menschen betreffen.
Neumond: Fragen zur Natur der Dinge.
Vollmond: Fragen, deren Beantwortung Wissen aus dem Ahnen-Reich erfordert.
Grundsätzlich sollte man sich dabei auf sein Bauchgefühl verlassen! Es spricht nichts dagegen, bei zunehmenden Mond Fragen über sich selbst zu stellen, oder bei Neumond den Rat der Ahnen zu konsolidieren. Die große Kunst im Einsatz von Runenstäbchen liegt meiner Meinung nach darin, dass man sich selbst mit der Fragestellung und den Naturgeistern einschwingt und dann auch noch das richtige Auge für das „Lesen“ der Ergebnisse entwickelt. Das erfordert in den meisten Fällen viel Übung und Geduld. Man darf sich nicht zu schnell frustrieren lassen! Am besten stellt man anfangs Fragen, bei denen die Antwort schon bald eintreten sollte. So lässt sich die Zuverlässigkeit der eigenen Methode überprüfen und mit der Zeit auch verbessern. Wenn man den sprichwörtlichen Dreh mal heraussen hat, dann ist das Runenorakel wohl die schönste und aufschlussreichste Form der Orakelbefragung überhaupt!
Schritt #2: Formuliere die richtige Fragestellung
Zuerst gilt es, die richtige Frage zu formulieren. Für Ja-Nein Fragen sind Runenstäbchen eher ungeeignet! Dafür sollte man besser klassische Pendelmethoden einsetzen. Ein Runenorakel ist dafür gedacht, komplexe Zusammenhängen zu komplexen Themen zu verstehen, ähnlich wie das beim Legen von Tarotkarten geschieht. Es sollten daher offene Fragen gewählt werden, zum Beispiel über Dinge, bei denen man sich im Unklaren ist, oder über den Ausgang einer Entscheidung, die man treffen möchte. Weiter unten folgt ein Beispiel für eine Fragestellung inklusive der Interpretation der geworfenen Runen.
Schritt #3: Sprich den Orakelspruch
Ist die
richtige Fragestellung gefunden, sollte vor der Befragung erst noch ein Orakelspruch
gesprochen werden. Dieser dient, um die Naturgeister rundherum zu wecken und um
ihren Beistand bei der Durchführung des Orakels zu bitten. Es gibt natürlich
viele Sprüche, die man dafür verwenden kann, und nicht jeder spricht sie laut
aus. Ich persönlich verwende schon lange diesen kurzen Spruch, der die Kraft der
Geister von Hasel, Weide und Eiche beschwört:
Duir, Coll, Saille Brüder dieses Waldes erwacht aus eurem Schlaf
Duir, Coll, Saille Brüder dieses Waldes Gebt mir euern Schutz
Duir, Coll, Saille Brüder dieses Waldes Zeigt mir euern Fluss
Schritt #4: Werfe die Runen
Die
Runenstäbchen richtig zu werfen erfordert ebenfalls ein wenig Übung, zumal die
richtige Technik auch von der Beschaffenheit des Untergrunds und der Länge der
Stäbchen abhängt. Wirft man das Orakel aus zu großer Höhe, verteilen sich die
Stäbchen zu sehr, um aus ihnen Ogham-Runen herauslesen zu können. Wirft man es zu
nieder ab, bilden sie einfach einen Kreis am Boden, der in der Mitte
zusammenläuft. Bei moosigem Waldboden empfehle ich in etwa 15-20 cm Wurfhöhe,
bei härterem Untergrund entsprechend weniger.
Nachdem man den Spruch gesagt hat und die Frage gestellt hat, kann man die Runenstäbchen fallen lassen (ähnlich wie bei einem Mikado-Spiel). In dem am Boden entstandenen Muster werden, sofern das Werfen richtig funktioniert hat, Ogham-Runen zu finden sein. Die einzelnen Runen sind dann die Grundlage zur Interpretation des Runenorakels. In ihrer Bedeutung versteckt sich die Antwort bzw. Botschaft des Orakels!
Schritt #5: Interpretiere das Runenorakel
Jede Rune im Ogham-Alphabet hat ihre eigene Bedeutung und steht für verschiedene Kräfte und Eigenschaften, ähnlich wie eine Tarot-Karte. So hat jede Rune ihre positiven und negativen Aspekte. Das klare Ja/Nein, Schwarz/Weiß, Gut/Böse gibt es beim Runenorakel nicht! Die Kunst ist es, die Antwort im Kontext der Fragestellung richtig heraus zu lesen, am besten unter Berücksichtigung des „Bauchgefühls“, das ja auch von der Umgebungsenergie und der unterstützenden Kraft der Naturgeister geprägt wird.
Aber am
besten sehen wir uns das ganze gleich anhand von einem Beispiel an…
Das Ogham-Runenorakel im Einsatz – Beispiel mit Bildern
Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Beitrag befinden wir uns im Jahreskreis zwischen Lammas und Mabon – in den ersten Septembertagen. Der Mond nimmt gerade zu, also bin ich gestern an meinen Kraftort gegangen und habe dort das Runenorakel für eine Freundin befragt. Nennen wir sie Laura. Sie hat zugestimmt, dass ich ihr Beispiel für diesen Beitrag verwenden darf, sofern ich ihren Namen ändere.
Ihre Situation
ist zurzeit so: Als alleinerziehende Mutter eines Kindes im Hauptschulalter
arbeitet sie seit 15 Jahren im selben Betrieb und sehnt sich stark nach
Veränderung. Sie hat im letzten Jahr an den Wochenenden eine Reiki-Ausbildung begonnen,
die ihr sehr viel Freude bereitet und die sie gerne weiterverfolgen will. Sie
weiß aber auch, dass sie in ihrem Alltagsjob Stunden reduzieren müsste, um genug
Zeit für das zu finden, was sie sich vorstellt. Dieser Schritt bereitet ihr
wiederrum Angst, weil sie ihrem Kind gegenüber viel Verantwortung trägt.
Außerdem ist sie sich nicht sicher, wie ihr Chef reagieren wird, wenn sie ihm
vorschlägt, weniger Stunden im Betrieb zu verbringen.
Wir haben zuerst länger über die Situation und ihre Pläne gesprochen, so dass alle wichtigen Faktoren berücksichtigt werden konnten. Danach haben wir folgende Fragestellung für das Ogham-Orakel formuliert:
Welche Hindernisse erwarten Laura, wenn sie ihre Zukunft im Reiki weiterverfolgt?
Am Kraftort habe ich meine Zeremonie durchgeführt und im Gedanken an Laura ihre Frage an das Orakel gestellt. Danach habe ich die Runenstäbchen wie beschrieben geworfen. Hier das Resultat (die Interpretation der Runen folgt weiter unten):
So sind die Runenstäbchen in meiner Beispiel-Befragung gefallen.
Jetzt ist der nächste Schritt, im entstandenen Muster die Ogham Runen zu erkennen. Ich habe darin schon viel Übung und konnte mittlerweile das richtige Auge entwickeln. Man braucht schon etwas Geduld dafür. Am Anfang kann es helfen, das Muster abzufotografieren, so dass man später noch einmal darauf zurückkommen kann.
Jedenfalls
konnte ich in Lauras Orakelbefragung drei Runen klar erkennen:
Die Runen Muin, Ngetal und Huathe sind in diesem Wurfmuster klar zu erkennen.
Links im Bild ist eine Muin-Rune. Es ist die Rune der Propheten – sie steht für innere Befreiung und symbolisiert Ziele und
Hoffnungen. Sie kann auch Menschen mit dem Baumzeichen Kastanie repräsentieren,
sowie generell ein Geschenk, eine Gabe oder einen Gewinn. Sie kann zudem auch ein
Zeichen sein, das vor Größenwahn und Paranoia warnt.
Die
mittlere Rune kann je nach Interpretation als Ur- oder Ngetal-Rune gelesen werden. Ich sehe darin eher das Zeichen von Ngetal, zumal die beiden unteren Striche klar schräg verlaufen. Ngetal steht für Frieden, Einheit und Versöhnung. Es ist die Liebes-Rune, sie
kann einen Partner oder eine andere nahestehende Person repräsentieren, oder
auch einen unterbewussten Traum. Als Zeichen für den Kreislauf des Lebens kann
sie sowohl eine Geburt als auch einen Todesfall andeuten.
Am Ende der
Runenreihe steht eine Huathe-Rune.
Sie steht für Disziplin und Arbeit, sowie den Schutz und die Reinigung des
Spirituellen. Sie kann einen Neuanfang repräsentieren, oder auch eine
bevorstehende Belohnung für zuvor erarbeitetes “gutes Karma”.
Also, was sagt das Runenorakel darüber, welche Hindernisse Laura erwarten, wenn sie ihre Zukunft im Reiki weiterverfolgt?
Die Interpretation, und somit die Antwort, die ich Laura auf ihre Frage anbieten konnte, erschien mir überraschend klar:
Muin weist darauf hin, dass Lauras Ziel grundsätzlich seine Berechtigung hat. Es warnt aber auch deutlich davor, nichts zu überstürzen. Laura bestätigt mir später ihre Vermutung, dass ihr Vorgesetzter das Baumzeichen Kastanie hat. Ich rate ihr also, zu einem höchst sensiblen Umgang mit dem Thema Stundenreduzierung – zuerst muss sie ihrem Chef klar machen, dass ihre Gegenwart im Betrieb unersetzlich ist, aber bei einer Stundenreduzierung eine Lösung gefunden werden kann, die alle zufrieden stellen wird. Meine Empfehlung ist zudem, ihren Chef auch von der Angenehmen Wirkung von Reiki zu überzeugen, so dass er letztlich ihre Ziele und Hoffnungen von sich heraus unterstützen wird. Dieser versöhnliche Prozess wird auch durch die Ngetal-Rune angedeutet. Es würde mich nicht überraschen, wenn das Thema Reiki bzw. das Auseinandersetzen mit der Situation letztlich auch bei Lauras Vorgesetzten verborgene Träume freilegt. Die Huathe-Rune kann man in diesem Fall als besonders gutes Omen werten. Sie sagt mir, dass Laura letzten Endes für ihren Fleiß belohnt wird und in ihrer neuen Karriere erfolgreich sein wird.
Das ist natürlich nur eine von vielen Interpretationen, die man aus dem von mir für Laura durchgeführten Runen-Orakel herauslesen könnte. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass es die richtige Interpretation ist. Ob es recht hat, wird erst die Zukunft zeigen.
Ich hoffe jedenfalls, dass Du diesen Beitrag als hilfreich empfunden hast und Dir das Lesen Freude bereitet hat! Sofern es OK für Laura ist, berichte ich im Druiden Almanach zu einem späteren Zeitpunkt wieder davon, wie sich die Dinge in ihrem Leben entwickelt haben.
Update: Seit der Befragung des Ogham-Orakels hat sich in Lauras Leben einiges bewegt. Nachdem sie sich intensiv mit der Interpretation der Runen auseinandergesetzt hatte, entschied sie sich, den Rat vorsichtig und bedacht umzusetzen. Zuerst führte sie das Gespräch mit ihrem Vorgesetzten, wie vom Orakel empfohlen, mit viel Fingerspitzengefühl. Überraschenderweise zeigte sich ihr Chef offener, als sie erwartet hatte, und ermutigte sie, ihre Reiki-Praxis weiter zu verfolgen. Sie konnte ihre Arbeitszeit reduzieren und gleichzeitig eine Lösung finden, die im Betrieb auf breite Zustimmung stieß. Seitdem hat Laura ihre Reiki-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und betreibt nun in Teilzeit ihre eigene kleine Praxis. Der Weg dorthin war nicht ohne Herausforderungen, aber die Geduld und Ausdauer, die im Orakel angesprochen wurden, zahlten sich aus. Die Huathe-Rune, die auf eine bevorstehende Belohnung hinwies, bewahrheitete sich: Laura konnte ihren Traum verwirklichen, ohne ihre Verantwortung als Mutter und Mitarbeiterin zu vernachlässigen. Sie ist glücklich über die Balance, die sie in ihrem Leben gefunden hat, und dankbar für den Rat des Orakels, das ihr bei diesen wichtigen Entscheidungen den Weg wies.