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Wir heißen Dich herzlich willkommen im Druiden-Almanach 🙂 Hier findest Du viele spannende Beiträge aus Theorie und Praxis des Druidentums. Dich erwarten Themen aus der Welt der Mystik, des Spirituellen und des Keltentums.

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Hinweis: Die im Almanach veröffentlichten Beiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht unbedingt die Meinung von Keltus und dem Druidenladen dar.

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Die Kraft von Jul: Gemeinsames Ritual und Schutzzauber zur Wintersonnenwende

Jul 2020: Das Keltus-Gemeinschaftsritual

Am 21. Dezember ist Jul! An diesem Tag möchten wir Dich anlässlich der Wintersonnenwende und des Saturn-Jupiter-Planetentanzes wieder zu einem großen Gruppenritual einladen 😊

Das Julfest – die Wintersonnenwende und der Tag der Buche – ist ein ganz besonderer Zeitpunkt im Jahreskreis. Heuer fällt es wieder auf den 21. Dezember. Nach Ostara, Litha und Mabon laden wir an diesem Tag zum vierten Mal dazu ein, Dich im Zuge eines gemeinsamen Rituals mit unserem druidischen Kraftort zu verbinden!

Der meteorologische Zeitpunkt der Sonnenwende ist dieses Jahr schon um 11.02 Uhr vormittags. Das Gemeinschaftsritual wird dennoch am Abend stattfinden, weil sich da die Planeten Saturn und Jupiter am allernächsten kommen. Der Höhepunkt wird um 19:21 Uhr sein.

Im Folgenden erfährst Du alles über den Ablauf des Rituals und wie Du Dich richtig darauf vorbereitest.

Vorbereitung für das Jul-Ritual

Bitte such Dir für das Gruppenritual einen ruhigen Ort, an dem Du Dich ungestört auf das Erlebnis einlassen kannst. Es muss nicht unbedingt unter freiem Himmel oder an einem besonderen Kraftort stattfinden. Weil der gemeinsame Schutzzauber insbesondere auf die Umgebung wirken soll, ist das eigene Zuhause eine sehr gute Wahl. In den meisten Gegenden Europas sind Jupiter und Saturn bei ihrem Zusammentreffen bereits hinter dem Horizont verschwunden. Falls Du das Schauspiel am Himmel beobachten möchtest, bietet der späte Nachmittag vom 21.12. eine gute Gelegenheit dafür. Direkter Sichtkontakt während dem Ritual ist nicht möglich und auch nicht notwendig.

Als Energieträger benötigst Du ein Symbol für die beiden Planeten Saturn und Jupiter. Dafür können Kraftsteine dienen, oder auch ein Blatt Papier mit entsprechenden Symbolen. Wir empfehlen, einen der folgenden drei Energieträger zu wählen:

1. Einen Bergkristall als Symbol für Jupiter und einen Bernstein für Saturn

2. Zwei Blätter Papier mit den Runen Duir und Phagos

3. Zwei Blätter Papier mit den Zeichen und ♄ -die „klassischen“ Planetensymbole für Jupiter und Saturn

Für das Räucher-Ritual brauchst Du ein geeignetes Räuchergefäß, Räucherkohle und ein passendes Räucherwerk. Als Räucherwerk kannst Du normalen Weihraucht verwenden. Besonders empfehlen möchten wir darüber hinaus Buchenblätter, sowie die Jul-Räuchermischung.

Falls Du einen Druidenstab hast, bitten wir Dich, ihn während dem gesamten Ritual in Deiner Nähe zu haben!

Hinweis für Menschen mit Lungenbeschwerden:

Wenn Du empfindlich auf Rauch reagierst, dann ist Räuchern natürlich keine so gute Idee. Wir empfehlen, stattdessen einen geeigneten energetischen Spray zu verwenden, weil dieser keine Rauchentwicklung verursacht und schonend für die Lunge ist.

Zeitplan & Ablauf Ritual Julfest

Beginn: 19 Uhr (vorbereitende Meditation ab ca. 18:30 Uhr empfohlen!)

Wir bitten alle Teilnehmer, am 21. Dezember gegen 19 Uhr mit der Räucherung zu beginnen. Die Energieträger – egal ob auf Papier oder in der Form eines Kraftsteins – sollen sich dabei in der Räucherschale befinden und gemeinsam mit dem Räucherwerk verbrannt werden.

Sobald die Räuchermischung ihre Wirkung entfaltet, bitten wir Dich für einen Moment vor der Räucherschale zu verweilen, und zwar in einer möglichst gemütlichen Position. Ab diesem Augenblick beginnen unsere Energien, gemeinsame Synergien zu formen. Du kannst vielleicht schon spüren, wie sich das Energiefeld aufbaut. Jupiter und Saturn nähern sich dabei am Himmel immer schneller an und dabei öffnen sich mächtige Kanäle. Deine Atmung und Dein Puls werden unter Umständen dennoch sehr ruhig werden. Es ist möglich, dass Dir in dieser Phase vor Deinem geistigen Auge unterschiedliche Bilder erscheinen. Achte dabei auf alle Symbole und Zeichen, die sich Dir zu erkennen geben. An Jul senden uns die Naturgeister ihre Führung und sie helfen uns dabei, uns innerlich auf den Winter und das Frühjahr vorzubereiten.

Sobald Du Dich bereit fühlst, bitten wir Dich aufzustehen und die Räucherschale in die Hände zu nehmen. Bitte sei vorsichtig, dass Du Dir dabei nicht die Finger verbrennst! Eine Anleitung zum richtigen Räuchern findest Du hier.

Gehe dann mit der Räucherschale durch alle Räume Deines Zuhauses bzw. rund um den besonderen Ort, an dem Du Dich befindest. Dabei sprich immer wieder folgendes Wort oder wiederhole es leise in Deinem Kopf:

Duir-Dion

Das Wort bedeutet so viel wie „Schutz der Druiden“. Besonders gut ist es, wenn Du es am Anfang sehr langsam und ausgedehnt aussprichst und es mit zunehmendem Fortschritt des Rituals immer schneller wird.

Fall Du damit bereits Erfahrung hast, kannst Du sogar ein Schwindeschema verwenden:

Schwindeschema Schutzauber
Schwindeschema DUIR-DION

Um 19:21 Uhr begegnen sich Jupiter und Saturn am Himmel! Der Höhepunkt des Rituals findet ab diesem Zeitpunkt statt. Bitte beginn nicht vor 19:21 Uhr damit. Falls Du mit der Räucherung schon früher fertig sein solltest, dann verweile noch ein paar Minuten in Meditation. Falls Du bei der Räucherung in den Zimmern länger brauchst, dann mach Dir keine Sorgen – der letzte Teil kann auf Deiner Seite auch nach 19:21 Uhr vollzogen werden.

Das Ritual erreicht mit dem Sprechen des Jul-Schutzzaubers seinen Höhepunkt. Kehre dafür an den Ursprungsort des Rituals zurück, also dahin, wo Deine Räucherschale zuerst gestanden ist. Fühle noch einmal tief in das Energiefeld hinein, dass wir gemeinsam aufgebaut haben. Vielleicht siehst Du dabei Bilder vom Kraftort, oder vom Ritualfeuer, das dort am Lodern ist. Falls Du einen Druidenstab hast, nimm ihn bitte in die Hand und führe ihn zum Himmel, während Du die folgenden Worte sprichst:

Geister von Jul, begleitet mich

Wesen des Lichts, beschützt diesen Ort

Mutter des Waldes, gib mir Deine Kraft

Schick mir den Schutz von Duir, Phagos und Gort

Mit dem Aussprechen der letzten Silbe wird der Schutzzauber aktiviert und seine Wirkung soll sich in allen Räumen und Orten entfalten, in denen zuvor geräuchert wurde wurde.

Um 20 Uhr wird der Druidenmeister noch einen Jul-Segen über uns sprechen, der uns Kraft und Energie für den restlichen Winter geben soll. Bitte halte Deinen Geist auch dafür empfangsbereit!

Danach endet das gemeinsame Jul-Ritual. Der Planetentanz und die Kraft der Wintersonnenwende wird noch die ganze Nacht hervorragende Bedingungen für andere Rituale und Zauber bieten. Auch für eine Inkarnationsforschung ist die Nacht von Jul ein sehr guter Zeitpunkt, der tiefe Erkenntnisse verspricht.

Wir vom Keltus Druidenzirkel freuen uns auf das gemeinsame Ritual und wünschen Dir viel Erfolg bei der Vorbereitung! ❤️

Die 8 Jahreskreis-Räucherungen im Set

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Rituelles Räuchern für ein harmonisches Zuhause – Anleitung Schutz- und Reinigungsritual

Schützende Räucherung

Gerade im Herbst und Winter, wenn die Nächte lang und die Tage kurz sind, ist es wichtig, dass wir uns in unserem Zuhause sicher, wohl und behütet fühlen. Ein einfaches Räucher-Ritual kann dabei helfen, das Umfeld von negativen Schwingungen zu befreien und die Harmonie zu beschützen. In dieser Anleitung erfährst Du, wie es funktioniert.

Dein Elementar-Kristall

Vorbereitung: Richtiges Räuchern mit Räucherwerk und Harzen

Reinigende Räucherung

Für das folgende Ritual brauchst Du ein Räuchergefäß und einen guten Weg, das Räucherwerk abbrennen zu lassen. Eine Räucherschale aus Stein, Metall oder Keramik eignet sich sehr gut dafür. Bitte achte darauf, dass das Material der Schale hitzebeständig ist. Während dem Ritual soll die Schale von Raum zu Raum getragen werden. Falls sich das Gefäß stark erhitzt und keinen Griff hat, empfiehlt sich dafür ein geeignetes Tablett zu verwenden, so dass man sich die Finger nicht verbrennen kann.

Abhängig vom Räucherwerk, gibt es verschiedene Wege, es zu entzünden. Viele Räuchermischungen brennen ganz von selbst ab – man muss sie lediglich mit einem Streichholz entzünden. Bei bestimmten Mischungen und vor allem bei Harzen braucht man jedoch einen geeigneten Energiespender zum Verbrennen. Am besten eignete sich dafür energetisch-reine Räucherkohle. Dazu kann man ein kleines Stück der Kohle in die Räucherschale legen und es entzünden. Mit einem Streichholz ist das meistens schwer, besser eignet sich ein kleiner Gasbrenner im Taschenformat, den man an jedem Kiosk erhält. Hat man die Kohle zum Glühen gebracht, kann man die Räuchermischung oder das Räucherharz darauf streuen, um seine Energie freizusetzen.

Falls Dir das Räuchern so gar nicht liegt, möchten wir Dir stattdessen einen energetischen Spray empfehlen. Damit können ebenfalls hervorragende Resultate erzielt werden – ganz ohne Rauchentwicklung!

Die reinigende Räucherung – erster Schritt

Damit wir durch den Räucherprozess die Harmonie im Umfeld verstärken können, empfiehlt sich zuerst eine reinigende Räucherung durchzuführen. Dafür kann man auf eine ganze Reihe natürlicher Räuchermittel zurückgreifen:

Diese Zutaten sind dafür bekannt, das Umfeld von schlechten Energien zu befreien und energetische Unausgewogenheit zu glätten. Was auch immer die Harmonie im Zuhause stört, soll dadurch seinen Nährboden verlieren.

Nachdem wir ein reinigendes Räucherwerk ausgewählt haben, gilt es, es auf die richtige Weise zu verbrennen (siehe: Vorbereitung) und den Rauch in allen Zimmern der Wohnung oder des Hauses zu verteilen. Dazu gehen wir mit der Räucherschale langsam durch alle Räume. Es geht dabei nicht darum, so viel Rauch wie möglich im Zimmer zu sammeln, sondern darum, den Duft und die Kraft des Räucherwerkes zu verbreiten. Man kann auch die Türen öffnen und die Fenster kippen, damit der Rauch von selbst durch die Zimmer zieht.

Am besten funktioniert diese Räucherung in den Dämmerungsstunden, also früh morgens oder am Abend. Die Tage nach dem Neumond eignen sich besonders gut dafür.

Schützende Räucherung – zweiter Schritt

Im nächsten Schritt geht es darum, das frisch-gereinigte Umfeld dauerhaft vor schlechten Schwingungen zu schützen. Dazu führen wir eine schützende Räucherung durch. Auch hierfür steht uns eine Reihe natürlicher Zutaten zur Auswahl:

Die Schützende Reinigung sollte möglichst bald auf den ersten Schritt folgen. Man sollte aber mindestens eine Stunde warten. Besonders gut ist es, den ersten Schritt morgens und den zweiten Schritt abends in der Dämmerung zu vollziehen.

Der Ablauf ist gleich wie bei der reinigenden Räucherung. Allerdings empfehlen wir bei der schützenden Reinigung, falls das möglich ist, auch von außen einmal um das ganze Gebäue herum zu räuchern.

Räuchern für mehr Harmonie & Vitalität – dritter Schritt

Räucherschale aus Keramik

Die reinigende und schützende Räucherung sollte bereits deutlich-spürbare Effekte hinterlassen. Etwa ein Gefühl der Wohligkeit, der Ausgeglichenheit und der Behutsamkeit, das sich in und um einen herum ausbreitet.

Dieser Zustand ist die beste Voraussetzung für den dritten und letzten Schritt des Rituals, der zumeist 1-2 Wochen nach den ersten beiden Schritten erfolgt. Das Räucherwerk dafür kann nach belieben bzw. den persönlichen Vorstellungen entsprechend ausgewählt werden. Unter anderem empfehlen wir folgende Zutaten:

Die abschließende Räucherung lädt dazu ein, sich selbst und sein Umfeld mit besonders angenehmen Düften und Energien zu verwöhnen. Dafür sollte daher ein Räucherwerk gewählt werden, das man für seine positiven Effekte schätzt. Auch eine Mischung mehrere Zutaten ist möglich. Alternativ kann man den dritten Schritt in mehreren Etappen ausführen und z.B. mehrmals im Abstand von 12 Stunden mit unterschiedlichen Zutaten Räuchern.

Grundsätzlich entfaltet diese Art der Räucherung in den Tagen rund um den Vollmond und in der Vollmondnacht selbst ihren größten Effekt. Daher ist es zu empfehlen, die ersten Schritte rund um den Neumond durchzuführen und den dritten Schritt dann zum Vollmond.

Im druidischen Mondkalender findest Du eine Übersicht zu allen Mondphasen im laufenden Jahr.

Wir wünschen Dir viel Erfolg beim Räuchern und einen harmonischen Herbst & Winter ❤️

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Das Lied des Turlough

Magische Harfe

Diese Geschichte beruht auf einer alten Überlieferung und wurde von einem Druiden niedergeschrieben.

Im Land Erinn, das im westlichen Meer liegt, lebte einst ein berühmter Krieger und mächtiger Fürst mit Namen Sualtam, der ließ eines Tages einen Baum fällen, um sich aus dem Holz eine Harfe machen zu lassen. Als aber seine Knechte den Baum abschlugen, so fuhr eine Fee aus ihm heraus, die in ihm gewohnt hatte, wurde zornig und verfluchte alles, was aus dem Holz dieses Baumes gemacht werden würde, und der Fluch sollte solange andauern, bis einer käme, der das wahre Wesen des Holzes erkannte.


Der Harfenbauer Connor wurde beauftragt, ein Instrument aus dem Holz des heiligen Baumes zu machen. Er setzte sich ans Werk, und unter seinen geschickten Händen entstand eine so schöne Clarsach, wie sie in Erinn noch nie gesehen worden war. Connor bespannte die Harfe mit Saiten aus Messing und nahm sie zwischen die Knie, um ihren Klang zu prüfen. Als aber die ersten Töne erklangen, da waren sie so herzzerreißend und traurig, dass Conner die Tränen übers Gesicht liefen, und er konnte ein Jahr lang nicht mit dem Weinen aufhören. Aus diesen Tränen entstand der Fluss Boyne, und als der Fluss geboren war, blieb das Herz des Connor stehen, und er starb.


Als die Knechte des Sualtam kamen, um die Clarsach abzuholen, fanden sie den Toten und begruben ihn. Sie nahmen die Harfe und brachten sie an den Fürstenhof, wo alle die Schönheit und das Ebenmaß des Instrumentes bewunderten, und Sualtam rief die besten Harfner des Landes zu sich, auf dass sie ihm ihre schönste Musik spielten. Sie versuchten es alle, aber keinem gelang es, auch nur ein einziges Lied erklingen zu lassen. Keine Saite gehorchte den Fingern der Spieler, und die Melodien, die sie zu spielen versuchten, wurden verkehrt und entstellt. Schaurig heulten auch die Töne ihres Gesangs durch die Hallen der Burg, so unerträglich, dass die Ohren der Zuhörer schmerzten, und Fürst Sualtam musste dem Jammer grimmig und enttäuscht ein vorzeitiges Ende machen.


„Ist denn in meinem Reich niemand, der auf dieser Harfe spielen kann?“ rief er zornig, „Demjenigen, dem es gelingt, verspreche ich die Hand meiner Tochter und ein großes Stück meines Reiches dazu!“ Und er schickte Herolde in alle Himmelsrichtungen, um diesen Lohn zu verkünden für denjenigen, dem es gelang, die Harfe zu zähmen.


Diese Kunde hörte auch Turlough, ein junger Harfner, der in seiner Kunst noch nicht sehr weit fortgeschritten war und erst ein einziges Lied komponiert hatte, weswegen er auch nicht zum Treffen der Barden an den Fürstenhof gekommen war, jetzt aber machte er sich auf den Weg dorthin. Unterwegs rastete er unter einer Eibe, in der die Fee Scathach, die Schattenhafte, wohnte und so zu ihm sprach: „Gegrüßt seist Du, großer Turlough! Dir steht eine glänzende Zukunft bevor, denn Du wirst der berühmteste Musiker dieses Landes sein und dereinst ein mächtiger Fürst werden!“


„Wie ist das möglich?“ fragte Turlough, „Ich kann doch nur ein einziges Lied singen und bin nicht von adliger Abkunft!“ Da antwortete Scathach: „Bevor Du zur Burg des Sualtam kommst, gehe zum Fluss Boyne, dort wirst Du einen Haselstrauch finden, den einst der Riese Connla gepflanzt hat. An ihm hängen die neun goldenen Nüsse der Weisheit inmitten silberner Blüten, die knacke auf und iss sie, dann wird sich alles finden!“


Turlough dankte der Schattenhaften, machte sich auf zum Fluss und fand dort auch wirklich den Haselstrauch mit den neun goldenen Nüssen, wie Scathach es ihm gesagt hatte. Er pflückte und aß sie, dann ging er weiter zum Hof des Fürsten, wo er einige Tage später ankam. Am Abend versammelten sich Sualtam und die Edlen seines Reiches in der großen Halle, wo in der Mitte die Harfe stand.


Turlough setzte sich an das Instrument und begann sein Lied. Er sang von dem grünen Land Erinn, über dem zwischen fliegenden Wolken die Sonne schien und der frische Seewind durch die Bäume wehte, er sang von den Tieren, den freundlichen Helfern der Menschen, ersang von den klaren Flüssen, Bächen und Seen, und er sang von den Feen und anderen guten und bösen Geistern, den kleinen und großen Wesenhaften und den Göttern, die in all diesen Orten wohnten, die von Magnel, der anderen Welt, durchwebt waren und belebt wurden.


Da öffneten sich Magnels Tore, und hinein in die Halle strömten die Wesen der Anderen Welt, schwebten um Turlough und sangen mit ihm das Lied der Welten, dass die Halle wie eine silberne Glocke widerscholl vom ihrem Lob der Schöpfung und der Freude am Dasein. Nie zuvor hatte man solchen Gesang und einen schöneren Harfenklang gehört.


Als Turlough geendet hatte, entstand eine große Stille. Dann erhob sich Sualtam und mit ihm alle anderen, um dem Harfner die Ehre zu erweisen. „Ich kann Dir nur meine Tochter und mein Land zum Lohn geben, aber das ist ein Nichts gegenüber Deiner überirdischen Musik!“ sagte der Fürst, „Wie war es Dir möglich, dieses Lied zu komponieren? Ich habe nie etwas Vergleichbares gehört!“


Turlough antwortete: „Herr, ich habe gar nicht erst versucht, mein Lied zu spielen, wie es die anderen Harfner gewöhnlich tun. Nicht ich habe die Harfe gespielt, sondern sie und ich waren Eins, und aus diesem Einen wurde die Musik geboren. Meine Hände waren die Hände der Harfe, und mein Gesang war ihr Gesang.“

Zauberhafte Artikel aus druidischer Handarbeit

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Planeten-Tanz und vieles mehr: Spektakuläre Himmels-Ereignisse im Herbst 2020

Magischer Herbst-Himmel 2020

Gleich der Oktober beginnt mit einer Vollmond-Nacht und läutet damit eine spektakuläre Abfolge von außergewöhnlichen Himmels-Ereignissen ein. So erwarten uns im Herbst eine Mars-Opposition, gleich mehrere Sternschnuppen-Schauer und ein großer Planetentanz zum Jul-Fest! In diesem Beitrag erfährst Du alles, was Du über den Herbst-Himmel 2020 wissen solltest.

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14. Oktober: Die Mars-Opposition

Mars in Opposition 2020

Beginnen wir mit dem wohl herausforderndsten Himmelsereignis im Herbst 2020: der Mars-Opposition am 14. Oktober. Bei dieser besonderen Konstellation treffen sich Mars und Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und die Erde steht genau zwischen dem roten Planeten und unserem Stern. Dabei kommt der Mars uns näher und strahlt heller am Himmel als an allen anderen Tagen – in diesem Fall so nahe, wie schon seit 17 Jahre nicht mehr! Erst im Jahr 2033 wird Mars der Erde wieder ähnlich nahekommen.

Vor allem für feinfühlige Menschen, die empfindlich auf die ungestüme Energie des Mars reagieren, kann dieses Ereignis etwas herausfordernd werden. Wir empfehlen, in den Tagen vor und nach der Opposition besonders auf die innere Harmonie zu achten. Nimm Dir in dieser Woche ausreichend Zeit um in Dich zu gehen und zu Meditieren, räuchere mit Rosen-Weihrauch oder einem anderen entspannendem Räucherwerk und versuche, Dein Umfeld von Spannungen und Konflikten frei zu halten.

Der Energieschub, den die Mars-Opposition mit sich bringt, sollte bereits ab den Morgenstunden des 15. Oktobers exponentiell nachlassen. Als nächstes erwarten wir mit Vorfreude den Besuch der Orioniden!✨

19. bis 23. Oktober: Die Orioniden

Die Orioniden 2020

Im Herbst beginnt der „Himmels-Jäger“ Orion verlässlich seinen jährlichen Marsch in Richtung hoch oben am Nachthimmel! Im Oktober wird er dabei vom Meteorstrom der Orioniden begleitet, einer der fünf großen Sternschnuppen-Schauer. Das ganze Spektakel dauert mehrere Wochen, seinen Höhepunkt erreicht es von 19. bis 23. Oktober.

Wer noch vor den ersten richtig kalten Nächten Sternschnuppen sehen möchte und Wünsche an das Universum senden will, der sollte diese Gelegenheit unbedingt wahrnehmen. Vor allem die Nacht vom 19. auf 20. Oktober möchten wir aufgrund ihrer Nähe zum Neumond empfehlen – beispielsweise für einen Wunschzauber oder ein Sigillen-Ritual.

31. Oktober: Vollmond zu Samhain!

Vollmond zu Samhain

In kaum einer anderen Nacht stehen die Tore zur Anderswelt so weit offen, wie zu Samhain am 31. Oktober. In diesem Jahr erwartet uns zum keltischen Geisterfests noch dazu eine Vollmond-Nacht! Weil es bereits der 2. Vollmond im Oktober ist, spricht man von einem sogenannten „Blue Moon“. Es handelt sich also um einen ganz besonderen Termin, den man auf keinen Fall ungenutzt verstreichen lassen sollte!

Im Almanach findest Du Inspiration für ein Samhain-Räucher-Ritual. Wer sich ganz tief auf den Austausch mit der Anderswelt einlassen möchte, mit dem möchten wir diesen alten Spruch für ein Anderswelt-Ritual teilen.

Der Keltus-Druidenzirkel wird die außergewöhnliche Energie dieser Nacht für ein ausgedehntes Kraftort-Ritual nutzen. Weil es sich dabei um einen ganz besonderen Anlass handelt, bieten wir von Mabon bis Samhain alle Channelings und Rituale zum Sonderpreis an!

Wer warst Du in einem vergangenen Leben?

16. bis 17. November: Die Leoniden

Die Leoniden

Direkt nach dem November-Neumond erreichen die Leoniden ihren Höhepunkt. In dieser Nacht wird es wieder besonders viele Sternschnuppen zu bewundern geben – kommend aus dem Nord-Nord-Osten, aus dem Sternbild Löwe.

Allen, die einen klaren Himmel haben, empfehlen wir das Himmelspektakel auf keinem Fall zu versäumen – am besten mit warmer Kleidung und einem warmen Getränkt ausgestattet 😊

21. Dezember: Planeten-Tanz zu Jul!

Saturn trifft Jupiter

Das Julfest zur Wintersonnenwende steht heuer unter einem ganz außergewöhnlichen Stern! Die Planeten Jupiter und Saturn – zwei der hellsten Punkte am Nachhimmel – werden sich am Abend des 21. Dezember nämlich für einen „Planeten-Tanz“ begegnen.

Zum Winterbeginn und Tag der Buche, wenn wir das Julfest feiern, werden Saturn und Jupiter also miteinander tanzen, während sie über uns wachen. Am allernächsten kommen sich die beiden Planeten dabei exakt um 19:21 Uhr.

Im Druidenclub und hier im Almanach halten wir Dich selbstverständlich über alles, das zu Jul geplant ist, auf dem neuesten Stand. Den Zeitpunkt des Planetentanzes möchten wir auf jeden Fall für ein ganz besonders Ritual nutzen und es würde uns freuen, wenn Du Dich dabei zu uns verbindest.

Mehr über aktuelle Himmelsereignisse erfährst Du im druidischen Mondkalender.

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