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Eine Nacht mit dem Druidenmeister: Ein Bericht vom Jul-Ritual

Ein Besuch am Kraftort

Dieser Bericht von Peter Gruber ist zuerst bei The Epoch Times erschienen und wird hier im Almanach archiviert. Er handelt von einem Ritual am Keltus-Kraftort und einem Treffen mit dem Druidenmeister Esus.

Moderne Druiden behaupten, das verborgene Wissen der Natur entschlüsselt zu haben.

Den meisten Menschen sind Druiden aus den Asterix Comics bekannt. Dort schneiden sie mit goldenen Sicheln Mistelzweige aus den Ästen alter Eichen, um damit mysteriöse Zaubertränke zu brauen. Die keltische Mythologie überliefert gar Legenden, in denen Druidenmeister mächtige Zaubersprüche aussprechen, die feindliche Heere paralysieren, oder in denen sie mit ihren Druidenstäben gefallene Krieger wieder zum Leben erwecken. Doch was ist dran an diesen Geschichten? Verfügten die Naturweisen der Kelten tatsächlich über geheimes Wissen? Und gibt es auch heute noch Druidenmeister, die Zugang dazu haben? Unser Gastautor Peter Gruber hat sich auf die Suche gemacht und berichtet hier von seinen Erlebnissen.

In der Nacht der Wintersonnenwende entschließe ich mich dazu, dem Mythos auf die Spur zu gehen. Eine kleine druidische Gruppe, die entlang der Ostalpen aktiv ist, hat mich nach kurzer Korrespondenz dazu eingeladen sie anlässlich des Jul-Fests (so nannten die Kelten kürzesten Tag des Jahres) an einen keltischen Kraftort zu begleiten und dort einem druidischen Ritual beizuwohnen. Dabei soll ich auch den Druidenmeister Esus kennenlernen und die Gelegenheit haben, mit ihm über meine Fragen zu sprechen.

Was ist dran am keltischen Baumhoroskop?

Meine Reise in die Welt der Druiden beginnt in einer Nordsteirischen Kleinstadt. Dort treffe ich zuerst Manuel von Keltus, der aus Wien angereist ist. Manuel ist sozusagen Teilzeit-Druide. Hauptberuflich hat der gelernte Betriebselektriker mit Schaltkästen und Kabelsträngen zu tun, doch seine Leidenschaft gilt der Natur und dem Druidentum.

„Ich war früher sehr auf mein Berufsleben fokussiert. Da habe ich den ganzen Tag elektronische Messungen durchgeführt. Doch mein Bauchgefühl hat mich schon lange zu den Energien hingezogen, die man nicht so einfach messen kann. Ich habe also begonnen, in meiner Freizeit darüber zu lesen und so viel Zeit wie möglich in der Natur zu verbringen. Dann habe ich – man könnte sagen durch Zufall – einen Druidenmeister kennengelernt. Obwohl ich heute nicht mehr glaube, dass es Zufälle gibt“, lächelt der zwei Meter große Mann mit dem Wikingerbart.

Manuel ist überzeugt vom alten Wissen der Druiden sowie von der Bedeutung des keltischen Baumhoroskops. Er erzählt mir viel über den druidischen Jahreskreis und die einzelnen Baumzeichen. Wie ich lerne, ist mein Lebensbaum die Ulme. Man sagt, Ulmen-Menschen seien neugierig, anspruchsvoll und frech. Das stimmt in meinem Fall. Das Jul-Fest, erklärt mir Manuel, ist zusammen mit Ostara, Litha und Mabon das größte Sonnenfest der Kelten. Sie finden an den Tagen der Winter- und Sommersonnwende statt, sowie zur Tagundnachtgleiche. Die Druiden glauben, dass an diesen Tagen spezielle Energien fließen, weil die Erde in einem besonderen Verhältnis zur Sonne steht. Auch in alten Steinkreisen, die mehrere tausend Jahre alt sind, wie Stonehenge oder dem Boitiner Steintanz in Mecklenburg-Vorpommern, nimmt die Sonne zu Jul, Ostara, Litha und Mabon eine besondere Position ein. Das legt nahe, dass auch die alten Druiden an diesen Tagen dort Rituale durchgeführt haben. Das Besondere am heurigen Jul-Ritual ist, so erklärt mir Manuel, dass es mit dem aufgehenden Vollmond zusammenfällt.

„Bei Vollmond fließen immer ganz intensive Energien, deswegen nutzen wir Vollmondnächte gerne für unsere Rituale und zum Aufladen unserer Stäbe und Amulette. Dass Jul heuer mit dem aufgehenden Vollmond zusammenfällt ist schon etwas ganz Besonderes! Erst in 19 Jahren werden wir wieder so eine Konstellation erleben. Wir sind also schon ein bisschen aufgeregt“, erzählt mir der Druide.

Zwei Freunde aus seinem Druidenkreis, Sabrina und Astrogaol, werden mit uns gemeinsam für das Ritual zum Kraftort wandern. Wie Manuel sind sie Menschen in normalen Berufen, die sich in ihrer Freizeit dem Druidentum widmen. „Für die Tage rund um Jul habe ich mir frei genommen, dafür arbeite ich dann zu Weihnachten“, erzählt Sabrina, die in einem Pflegeberuf tätig ist. Schon vor sieben Jahren hat sie begonnen, sich intensiv mit Wicca-Techniken auseinanderzusetzen. Dann fand sie durch ihr Interesse für Zauberstäbe zum Druidentum. Manuel hat sie bei einer Expedition zu einem keltischen Baumkreis kennengelernt. Astrogaol ist Programmierer. „In meinem Beruf dreht sich alles um Einsen und Nullen“, erzählt er, „doch wenn ich ein Mondritual mache, spüre ich, dass es da auch etwas dazwischen gibt. Etwas essenzielles, das der normalen Logik entrinnt“. Seit seiner Jugend sucht Astrogaol den Ausgleich zum IT-Job in der Natur und im Wald. Seit zehn Jahren ist er eng in druidische Gruppen involviert und seit fünf Jahren trägt er seinen Druidennamen, der so viel bedeutet wie „Hüter der Sterne“.

Beim Jul-Ritual soll ich auch den Druidenmeister Esus kennenlernen, der, so versichert mir Manuel, das ganze Jahr über in den Wäldern der Alpen lebt und dort die Energie der Bäume erforscht. Esus, das war der keltische Gott der Wandernden, aber auch ein legendärer Druidenmeister der Alpenregion, der zum Venustransit am 6. Juni 1761 am Fischbacher Teufelstein 21 magische Druidenstäbe erschaffen haben soll, über die man sich an den Stammtischen alter Gasthäuser immer noch Geschichten erzählt. Der Legende nach hat Esus damit Bauernkinder beschenkt, um deren Abenteuer mit den Stäben sich heute noch zahllose Sagen ranken. Esus II, der das Ritual heute leiten wird, hat seinen Druidennamen dieser Legende zu Ehren gewählt. Gemeinsam mit Manuel und dem Team von Keltus hat er das Ziel, dem alten Wissen der Kelten dem Mythos der Druidenstäbe neues Leben einzuhauchen. Auch heute Nacht sollen im Schein des Vollmonds 21 Stäbe rituell energetisiert werden.

Die Druiden und ihre Stäbe

Manuel, Sabrina und Astrogaol tragen einen energetisierten Druidenstab bei sich, den sie an den Kraftort mitnehmen werden. Jeder der drei Stäbe scheint einen eigenen Charakter zu besitzen. Manuel trägt einen hellen Pappel-Stab, an dessen Ende ein mächtiger Bergkristall eingefasst ist. Der Stab ist sehr lang und ragt gemeinsam mit dem Kristall weit über den Kopf des Druiden. Trotz der überlebensgroßen Dimensionen scheint er ein freundliches Wesen auszustrahlen. Sabrina trägt einen kürzeren, stark gewundenen Eschen-Stab. Drei kleine grüne Steine zieren ihn entlang des Griffs. Smaragd, Jade und grüner Obsidian, wie mir Sabrina versichert. „Über die Energie der unterschiedlichen Bäume konnten wir in den letzten Jahren irrsinnig viel herausfinden. Die Kraft der Kristalle ist sowieso schon ganz gut erforscht. Was die Kombination von beidem betrifft steht uns aber noch unglaublich viel Arbeit bevor! Jede Kombination aus Holz und Stein hat andere Eigenschaften und eignet sich für bestimmte Rituale und Zauber eben besser oder schlechter. Gleich drei Steine in einen Eschen-Stab einzufassen war schon ein gewagtes Experiment. Tatsächlich habe ich lange gebraucht, um richtig mit der Energie des Stabes zu verwachsen. Sowohl die Esche als auch der Jade-Kristall haben eine starke Verbindung zur Anderswelt. Ich musste erst lernen, damit umzugehen. Ehrlich gesagt war ich nach 7 Jahren als Hexe immer noch etwas scheu, was die Kontaktaufnahme betrifft. Aber jetzt bin ich sehr glücklich mit meiner Wahl. Ich weiß, dass ich nichts zu fürchten habe“, erzählt sie.

Die Esche, so erklärt mir Sabrina, galt den Kelten als Zauberbaum, weswegen sie schon von den alten Druiden zur Herstellung von Zauberstäben verwendet wurde. Auf mich scheint der Stab eine faszinierende, aber gespenstische Ausstrahlung zu haben. Der Blick der jungen Frau versichert mir jedoch, dass auch ich nichts zu befürchten habe.

Astrogaols Stab ist lang, kräftig und besonders dunkel. Am oberen Ende ranken sich schwarze Wurzeln. In den sehnigen Händen des mittelgroßen Mannes wirkt er besonders mächtig. „Mein Stab kommt vom Olivenbaum“, erzählt mir Astrogaol. „Wie wir wissen hat dieses Holz extrem viel Energie. Deswegen habe ich mich bewusst dagegen entschieden, einen Kraftstein einzufassen. Das Resultat wäre wahrscheinlich zu überwältigend. So bin ich relativ schnell mit meinem Stab verschmolzen, auch wenn es nicht ganz leicht war, die Energie zu bändigen.“

Das Abenteuer beginnt

Schließlich ist es an der Zeit, in Richtung Kraftort aufzubrechen. Die Sonne steht zwar noch hoch am Himmel, aber heute ist der kürzeste Tag des Jahres und wir wollen ihn vor Sonnenuntergang erreichen. Zuerst fahren wir in Astrogaols Allrad-Wagen in Richtung Gebirge. Entlang eines klaren Alpenflusses steuern wir auf schneebedecke Berggipfel zu. Wir überqueren eine kleine Brücke und graben uns danach über einen Schotterweg langsam einen steilen Hang hinauf. Danach geht es wieder bergab. Die enge Straße schlingt sich durch einen dichten Nadelwald, hier wirkt es jetzt schon nahezu dunkel. Schließlich wird der Wald etwas lichter und es sind auch vermehrt Laubbäume zu sehen. Entlang eines besonders engen Weges passieren wir eine Quelle, neben der eine kleine Marienstatue steht. Das letzte Zeichen von Zivilisation. Danach passieren wir mehrere kleine Bäche, die sich entlang einer Felswand zeihen. Der Weg wird immer enger und schlammiger. Schließlich kommt der Wagen zum Stehen, denn die Straße ist zu Ende.

Von hier erwarten uns noch etwa zwei Stunden Fußmarsch zum Ort des Rituals. Unsere Handys lassen wir im Auto. Auch meine Kamera und das Tonbandgerät, selbst die Armbanduhr muss ich hierlassen. Denn elektronische Geräte sind in der Nähe des Kraftorts streng untersagt. Der Druidenmeister will in dieser besonderen Nacht jede Störung der natürlichen Energie-Flüsse vermeiden, erklärt mir Manuel.

Stattdessen werde ich mit einer Öl-Laterne und zwei Methörnern ausgestattet, befüllt mit heißem Kräutertee und Honigwein. Die Druiden tragen lange Mäntel aus einem dunklen, grobfasrigen Stoff. In Erwartung einer besonders langen Nacht bei winterlichen Temperaturen habe ich mich für Thermokleidung entschieden, die mich auch bei Minusgraden warmhalten sollte. Es ist noch nicht einmal 15 Uhr, doch alles um uns herum wirft bereits lange Schatten. Manuel entzündet eine Fackel, von deren Licht geführt wir das Zwielicht des Waldes betreten und unsere Wanderung beginnt. Über moosige Wurzelmeere folge ich den Druiden durch einen wilden Wald, immer wieder müssen wir über umgefallene Bäume klettern, um weiter zu kommen. Hin und wieder passieren wir Lichtungen, an denen die Strahlen der sanften Wintersonne durch die kahlen Kronen der Laubbäume brechen. Zusammen mit dem Gezwitscher der Vögel und dem Rauschen ferner Quellen handelt es sich um einen anspruchsvollen, jedoch bezaubernden Spaziergang durch das magische Ambiente eines Winter-Waldes. Wildtiere bekomme ich zwar keine zu sehen, aber Manuel weist mich immer wieder auf die Spuren von Windschweinen, Rehen und Füchsen hin.

„Die Tiere spüren die Energie von Astrogaols Stab. Ein Stab vom Olivenbaum ist so intensiv, dass sie lieber auf Distanz bleiben. Andere Hölzer, beispielweise die Weide, ziehen gutgesinnte Tiere an. Das wollen wir in den Ritualnächten lieber verhindern, um ungestört zu bleiben“, erklärt Manuel.

Ankunft an einem magischen Ort

Die Sonne ist schon fast verschwunden, nur noch vereinzelt blinzelt sie durch die Wipfel der Bäume. Doch wir steuern direkt auf sie zu, immer wieder halte ich mir die Hand vor die Augen, um nicht geblendet zu werden. Wir kommen zu einem Wegabschnitt, der über einen felsigen Pfad steil bergauf führt. Ich vernehme das Rauschen eines Wasserfalls, das immer intensiver wird. Schließlich gelangen wir zu einer Wiese auf einem Höhenplateau, auf der mehrere Felsen verteilt liegen und an deren Ende drei gewaltige Steine aufeinandergestapelt sind. Rechts davon verschwindet die Sonne gerade hinter dem Horizont.

„Wir sind da“, sagt Manuel, „genau 16 Uhr. Zu Mittag steht die Sonne von diesem Blickwinkel aus gesehen am 21. Dezember genau über dem Steinhaufen“, erklärt er mir.

Mit dem letzten Tageslicht versuche ich, diesen beeindruckenden Ort in seiner Gesamtheit zu erfassen. Direkt gegenüber dem Steinhaufen zieht sich eine gewaltige Felswand nach oben, aus der der Wasserfall entspringt, den ich schon zuvor gehört hatte. Dazwischen liegt eine Wiese von rund 80 Metern, die links und rechts von Wald gesäumt wird. Auf der Wiese liegen fünf große Felsen in einem Kreis. Zwischen ihnen ist Holz aufgehäuft, das die Steine miteinander verbindet. Hinter jedem Stein steckt ein Stab in der Erde, ähnlich der Stäbe, die meine Begleiter bei sich tragen. „Das sind Druidenstäbe von der Linde, Eberesche, Buche und Pappel, sowie vom Zürgelbaum. Wir konnten in unseren Experimenten feststellen, dass diese Hölzer einen ganz starken Einfluss auf das Wetter haben. Deswegen stecken wir in besonderen Nächten unsere Ritualfläche damit ab. Das Wetter hat zwar keinen Einfluss auf den Energiefluss, aber für uns ist es angenehmer, wenn es trocken bleibt. Außerdem brauchen wir für bestimmte Zauber das Element des Feuers,“ erklärt Manuel. „Das Resultat spricht für sich. Wir sind heuer bei keinem einzigen Sonnen- oder Mondfest vom Regen überrascht worden“. Auch heute sind keine Wolken zu sehen.

Ein Kind des Waldes spricht

Langsam legt sich Dunkelheit über den Kraftplatz. Manuel, Sabrina und Astrogaol entzünden Fackeln rund um den Wasserfall und den Steinkreis. „Eine Ulme,“ höre ich plötzlich eine neue Stimme hinter mir sagen. Ich drehe mich um und vor mir steht ein kleiner Mann mit weißem Haar, der einen geschwungenen, braunen Stab bei sich trägt, welcher noch älter aussieht, als er selbst. „Die Blüte der Kirsche, sie vermag zu lügen, doch im Blatt der Ulme steht immer die Wahrheit geschrieben“, fährt er fort. Verwirrt und überwältigt überlege ich, was ich sagen soll. Wie spricht man einen Druidenmeister überhaupt richtig an? ‚Bist Du..? Sind Sie…?‘

„Nenn mich einfach Esus, oder was auch immer deinem Bauchgefühl gefällt“, sagt der alte Mann. „Ich heiße dich herzlich willkommen an diesem Ort, an dem die Elemente zusammentreffen. Wie du sicher schon gehört hast, bereiten wir uns auf eine besonders magische Nacht vor.“

Mir schweben so viele Fragen durch meinen Kopf, dass ich nicht einmal weiß, wo ich anfangen soll. Wo wohnt der alte Mann und wie konnte er sich so leichtfüßig an mich heranschleichen? Wie hat er diesen Ort gefunden? Wovon lebt er und was hat es mit seinem Stab auf sich? Hat er eine Sozialversicherungsnummer? Und was erwartet mich heute in diesem Ritual?

„Alles zu seiner Zeit,“ scheint er meine Gedanken gelesen zu haben. „Die Natur ist genügsam, und so sollen wir es auch sein. Ich bin ein Kind dieser Wälder und interessiere mich nicht besonders dafür, was sich außerhalb von ihnen abspielt. Alles was es wert ist zu wissen, findet sich hier. Doch ich bin froh über die Besuche von Manuel, Sabrina und Astrogaol. Schließlich lebt unser Handwerk davon, dass es über Generationen weitergegeben wird,“ erklärt mir Esus in einer sanften, ausdrucksstarken Stimme. „Bitte entschuldige mich nun. Ich muss noch ein paar Vorbereitungen für unsere Rituale treffen,“ fährt er fort. Danach verschwindet der Druidenmeister im Dunkel des Waldes, ganz ohne Fackel oder Laterne. Nach wenigen Minuten kommt er mit einem zweiten Stab wieder, den er an die Seite des Steinkreises legt. So läuft er immer vor und zurück in den Wald, in alle Himmelsrichtungen, und bringt stets weitere Stäbe mit sich. Manche davon sind mit Steinen und Kristallen ausgestattet, so wie die Stäbe von Manuel und Sabrina.

„Wir werden heute Nacht insgesamt 21 neue Druidenstäbe energetisieren,“ erklärt mir Manuel. „Druidenmeister Esus hat sie in diesen Wäldern für ihre zukünftigen Träger ausgewählt. Wir achten darauf, dass das Holz des Stabes mit dem Baumkreiszeichen und den Talenten der Anwender harmoniert. Dabei handelt es sich um druidisch interessierte Menschen, die häufig auch selbst energetisch arbeiten, beispielsweise im Bereich der Aura-Forschung und Kinästhetik. Aufbauend auf unserer eigenen Forschung und dem Wissen von Esus stellen wir Druidenstäbe her, um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Sie wissen, dass das Ritual heute Nacht stattfindet und manche davon machen ihr eigenes Ritual. Wir hören immer wieder, dass die zukünftigen Träger die Verbindung zu ihrem Stab dabei schon sehr deutlich wahrnehmen.“

Opfergaben an die Elemente

Sobald die ersten Sterne am Nachhimmel funkeln, beginnt der Ritualzyklus. Sabrina erklärt mir vorab, welcher Ablauf geplant ist: „Wir werden heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Rituale durchführen, um die längste Nacht des Jahres so gut wie möglich zu nutzen. Wir beginnen mit einem Elementarritual, bei dem wir die Naturgeister aller vier Wurzelkräfte beschwören, so dass uns ihre Aufmerksamkeit gewiss ist. Dazu werden wir getrockneten Reisig anzünden und vom Wind ins Wasser der Quelle tragen lassen, wo er erlischt. Während der Dampf und der Rauch aufsteigen, sprechen wir gemeinsam einen Beschwörungszauber. Danach folgt ein Opferritual, in dem wir uns bei den Waldgeistern für das Geschenk der Natur und des Lebens bedanken. Symbolisch werden wir dabei ein kleines persönliches Objekt dem Feuer übergeben. Ich habe dafür ein getrocknetes Eschenblatt mitgebracht. Danach wird Esus einen Danksegen sprechen. Direkt im Anschluss werden wir unsere persönlichen Druidenstäbe mit frischer Energie aufladen. Dafür haben wir ein gemeinsames Ritual entwickelt, das jeweils etwa eine viertel Stunde in Anspruch nimmt. Der Stab, der gerade aufgeladen wird, wird dabei in der Mitte des Steinkreises stehen. Danach genehmigen wir uns eine kleine Pause und einen Imbiss“.

Sabrina bittet mich auf einem Wurzelstock am Waldrand Platz zu nehmen und das Geschehen von dort aus zu beobachten. Mit einer Kiefern-Fackel entzündet der Druidenmeister Esus das Holz auf vier Seiten des Steinkreises, so dass er nur noch auf der Seite betreten werden kann, die in Richtung des Wasserfalls zeigt. In Mitten des Kreises reichen sich die vier Druiden die Hände und sprechen einen keltischen Spruch. Danach schreiten sie vom Steinkreis in Richtung Quelle. Ich beobachte, wie glühende Reisig-Funken vom Wind an den Fuß des Wasserfalls getragen werden. Als sie auf das Wasser treffen, scheint auch das Feuer rund um den Steinkreis kurz besonders stark aufzulodern. Ich frage mich, ob das die Naturgeister sind, die sich zu erkennen geben, und nehme einen Schluck aus meinem Methorn.

Gespannt verfolge ich den Ablauf des Opferrituals und der energetischen Ladung der Stäbe. Als sich der erste Teil des Ritualzyklus dem Ende nähert, lodern die Flammen des Feuers nur noch niedrig. Es ist wohl schon fast Mitternacht. Die Druiden rufen mich für eine gemeinsame Pause zu ihnen. Neben Met und Kräutertee gibt es Eichelbrot, das der Druidenmeister eigens für diese Nacht zubereitet hat. Die Glut des Feuers spendet willkommene Wärme. „Jetzt geht es dann erst richtig los,“ verrät mir Astrogaol. „Zuerst werden wir einen kleinen Wetterzauber machen, nur um sicher zu gehen, dass es trocken bleibt. Danach kommt ein längeres Schutzritual, bei dem wir die Elementarwesen darum bitten, uns in den Winternächten vor Unheil zu bewahren. Dabei wollen wir ein deutliches Energiefeld erzeugen. Im Schutz dieses Feldes beginnt schließlich die Energetisierung der neuen Druidenstäbe“.

Ein Geschenk des Waldes

Das Feuer wird neu entfacht und die Druiden schreiten zur Tat. Für das Wetterritual tauschen sie ihre eigenen Stäbe gegen jene, die rund um den Steinkreis in der Erde stecken. Beim Schutzritual stehen sie wieder alle innerhalb des Kreises und murmeln keltische Sprüche. Mir scheint, als würde das Feuer mit jedem Wort höher lodern und sich auch die Luft auf meinem Zuschauerplatz deutlich erwärmen. Es wundert mich, dass die Druiden nicht schweißgebadet sind. Schließlich verlassen sie den Kreis, einer nach dem anderen, nur der Druidenmeister bleibt inmitten der Öffnung stehen. „Es ist bereit“, spricht er, und Astrogaol reicht ihm den ersten der Stäbe, die der alte Mann zuvor aus dem Wald geholt hatte. Esus steckt den Stab in Mitten des Feuerkreises und spricht: „Kiefer, Baum des Feuers, öffne dich“.

Danach schreitet Esus mit seinem eigenen Druidenstab mehrmals um den Kiefernstab und murmelt dabei keltische Verse. Die anderen drei Druiden stehen um den Steinkreis verteilt, halten ihre Stäbe gegen den Himmel und surren im Akkord einen tiefen Ton. Immer wieder hebt und senkt sich das Feuer, während die Druiden ihr Ritual vollziehen. Die energetisierten Stäbe werden rund um den Steinkreis in die Erde gesteckt und nicht mehr hingelegt. Das ermöglicht einen besseren Fluss der Energie, wie mir Manuel später erklären wird. In den folgenden Stunden wiederholt sich dieses Spiel etwa zwanzig Mal, jedes Mal mit einem anderen Stab. Mittlerweile ist auch der Vollmond über den Wipfeln der Bäume zu sehen. Während einer Pause, in der die Druiden neues Brennholz nachlegen, weist Manuel mich auf einen hellen Stern hin, der genau gegenüber dem Mond zu stehen scheint. „Die Venus spiegelt sich heute mit dem Mond. Ein weiteres Himmelsereignis, das diese Nacht so besonders macht“, erklärt er mir.

Schließlich bricht die Dämmerung an. Die Sonne ist zwar noch nicht aufgegangen, aber sie sendet schon ihre ersten Strahlen durch die Atmosphäre. Mir scheint, dass sich eine magische Ritualnacht ihrem Ende zuneigt. Doch Esus schreitet noch einmal in die Mitte des Feuerkreises. „Nun ist es Zeit für den Stab der Ulme“, spricht er. Astrogaol reicht ihm den letzten der noch nicht energetisierten Stäbe, und das Ritual wiederholt sich. Diesmal steckt Esus den Stab zum Abschluss allerdings nicht in den Boden. Er schreitet direkt auf mich zu und legt ihn in meine Hände. Für einen kurzen Moment bin ich vollkommen überwältigt. Wieder fehlen mir die Worte im Angesicht des Druidenmeisters, doch als ich das pulsierende Ulmenholz berühre, senkt sich mein Herzschlag spürbar. „Dieser Stab wird dir stets ein kraftvoller Begleiter sein, dich vor Unheil bewahren und dir dabei helfen, deinem wahren Wesen Ausdruck zu verleihen“, spricht Esus zu mir. Danach dreht er sich um und verschwindet wortlos zurück in den Wald.

Mit diesem Geschenk hätte ich nicht gerechnet, doch bin ich dafür sehr dankbar. Nach einer langen, rastlosen Nacht begeben wir uns auf die Wanderung zurück in die Zivilisation. Doch ich fühle mich leichtfüßig und genieße den Morgenspaziergang durch diesen wunderschönen, bezaubernden Wald. Manuel und Astrogaol werden in den nächsten Tagen immer wieder hierher zurückkehren, um die frisch energetisierten Stäbe nach und nach abzuholen. Meinen Ulmenstab nehme ich natürlich selbst mit. Auch wenn ich jetzt mehr Fragen habe als zuvor, war es mir eine große Freude, an dieser Ritualnacht teilhaben zu dürfen und ich bin schon gespannt darauf, welche Abenteuer mich mit meinem Druidenstab erwarten.

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Wie Finon zu seinem Namen kam

Mystische Orte gefunden

Nach seinem Besuch der Heidensteine bei Bad Dürkheim und anderen spannenden Reiseberichten, verrät uns der Gastautor Finon heute das Geheimnis, wie er zu seinem Namen kam und an welche besonderen Orte er dadurch fand.

Wie ich zum Namen Finon und warum ich ihn heute verwende

Eines vorweg: auf Grund meiner Ahnenforschung kam ich viel im Gebiet der Vogesen herum. Dann beschäftigte ich mich mit dieser Kultur und stieß auf ihre Schriften. Kurz danach gründete ich gemeinsam mit Mitstreitern und Wegbegleitern eine Kultur- und Glaubensgemeinschaft wo es um dieses Wissen geht.

Ein Wink des Schicksals zeigte mir einen Artikel über Druidenstäbe nach dem keltischen Kalender. Also kontaktierte ich Keltus und bestellte bei Manuel einen Druidenstab meines Lebensbaums nach meinen Vorgaben, inkl. dem Kraftstein Obsidian – damit mein erdverbundenes Wesen verstärkt wird.

Ritualfeuer Samhain
Finon zu Samhain mit seinem Druidenstab der Ulme

Der Stab kam nach der nächsten Weihung. In meinem Fall war es vor dem Mittsommerfest. Ich sprach mit Manuel ab, dass ich ihn mir persönlich abholen würde oder er mir den Stab in ein Hotel schicken sollt,e um ihn bei der Hochzeit einer Freundin das erste Mal zu tragen. Gut, aus der Hochzeit wurde nichts, und somit entschieden wir uns um. Der Stab kam dann gut verpackt an und fühlte sich so leicht an, obwohl es eines der härtesten Hölzer ist (Ulme). Was sich bei der Benutzung herausstellte: er verändert für mich sein Gewicht. Ob es was mit den kosmischen Kräften zu tun hat, kann ich nicht sagen. Mal ist er so leicht, dass ich ihn nicht spüre, sondern nur sein Gleiten in meiner Hand. Und manchmal ist er etwas schwerer.

Der Druidenclub bot etwas später ein sogenanntes Channeling des keltischen Namens an, also welchen Name meine Seele vorher hatte. Nun wird es spannend. Ich wusste ja, wo meine Familie ihren Ursprung in der heutigen Zeit hatte, aber verriet es Keltus nicht. Ich gab nur an, wo mein jetziges Wesen auf die Welt niederkam, den Tag und die Uhrzeit. Also warte ich in Ruhe und ging weiter meinen Weg…

Ein paar Monde später erreichte mich dann die Nachricht von Keltus und ich schaute mir diese ganz entspannt an:

„Dein Keltenname lautet: Finon. Das bedeutet so viel wie „Anfang des Kreislaufs“. Dein Wesen und Deine Geburtsdaten verbinden Dich mit einem keltischen Wanderheiler, der eben diesen Namen trug. Er stammte vom Stamm der Leuker (in der Nähe vom heutigen Toul), dem er vor über 2.200 Jahren mit seinem Wissen in vielerlei Hinsicht geholfen hat. Doch auf seinen „Forschungsreisen“ hat es ihn bis in den Süden der Karpaten verschlagen, was damals sozusagen mehr als eine halbe Weltreise war… Das Bild von einem Gebirgskamm, über dem die Sonne durch ein Gewitter bricht, war deutlich zu erkennen. Erinnert Dich das vielleicht an irgendetwas?“

Ja, mir gefiel der Name. Es gibt wirklich keine Zufälle, sondern nur das Schicksal. Was Keltus nicht wusste: meine Familie hat ihre Wanderung an der Mosel vorgenommen und das weit ins Vogesenland (Heute Frankreich)! Also passte das schon mal. Dann bedeutet mein Name von meiner Familie aus dem Germanischen: „Der Mann, der aus dem Wald kam und am Fluss/am Bach lebte“

Die Reise nach Toul

Gut, also suchte ich die Ortschaft Toul raus und es war ein Ort an der Mosel. Wie war das mit Schicksal? Das war also mein nächstes Reiseziel. Bei der nächsten Gelegenheit saß ich im Auto und fuhr dahin. 400km weit war die Entfernung. Doch jeder, der mich kennt, der weiß, dass mich sowas nicht mehr stört. Am Ort angekommen, suchte ich mir ein Parkplatz, um die Gegend zu erkundigen und fand nach geraumer Zeit einen. Mein freier Parkplatz war an einer Kathedrale gelegen. Als ich mit meinem Druidenstab ausstieg, war es, als ob eine Kraft durchströmte. Dieses Gefühl war herrlich und ich genoss es, solange es anhielt. Dann ging ich weiter, um mir diesen Ort anzusehen. Nirgends tauchte ein ähnliches Gefühl in mir auf. Doch ich erlebte etwas Unbeschreibliches. 

Kathedrale Toul

Also saß ich wieder im Auto, um nach Hause zu fahren. Oder fuhr ich vom Zuhause weg??

Meine nächste Reise meldete sich schon an. Die Hochzeit fiel aus und ich hatte ja meinen Urlaub schon geplant. Also hatte ich Zeit und rief ein Bruder an, der in der Schweiz lebt. Ihn hatte ich bei Mittsommer kennen gelernt. „Klar, kannst du kommen.“ Ich fuhr also los und besuchte auf dem Hinweg die Heidenkirche im Schwarzwald. Nachts kam ich dort an und schlief erstmal im Auto. Nachdem ich wach wurde, setze ich meine Wanderung zu der genannten Kirche an. Natürlich waren es gewaltig schöne Felsformationen und keine Gebäude. Ich hielt inne, als die Sonne aufging und bei diesem Anblick überkam mich eine wohlige Gänsehaut. Ich verweilte einige Zeit, um mir alle Eindrücke einzuprägen. Dann setze ich meine Reise fort in Richtung Schweiz. Gegen Mittag überschritt ich den Grenzübergang Basel und nach einigen Kilometern in Richtung Montreur („Münster“), überkam mich wieder dieses Gefühl, welches ich in Toul verspürte. Es war im Bereich Wolfsschlucht, wo es begann.

Wie ein Gefühl des Heimkommens. Ich verlebe ein paar Tage in der Wildnis der Schweiz, trank wildes Wasser aus dem Bach ungefiltert. Die Tage waren nur Ruhe und es tat meiner Seele gut. Mit dem Sonnenaufgang wach werden und mit dem Sternenhimmel einschlafen. Einfach ein Traum, kein Zelt nur Schlafsack. Leider kam natürlich der Tag der Abreise und mir fiel es erst auf, als ich wieder bei der Wolfschlucht ankam. Ein Gefühl der Traurigkeit setze ein, als ob meine Seele zerrissen würde. Natürlich blieb mir nichts anderes übrig, als wieder dorthin zu fahren, von wo ich kam. Der Schmerz ließ nach. Es überkam mich zwar noch einmal eine Woche später. Für mich war es ein Auslöser, dass ich alle meine Verbindlichkeiten unverzüglich auflöste und nur das Notwendigste noch habe. Miete zahlen.

Meine Geschichte zu Samhain kennt ihr ja, und das damit verbundene Erlebnis.

Als ich wieder zur Ruhe kam und alles erledigt hatte, plante ich meine nächste Reise. Und zwar wollte ich wissen, ab welchem Moment ich mich vollkommend wohl fühle und ab welchem Moment es mich wieder zerreißt. Es sollte in direkter Linie nach Toul, zum Donarberg und der Wolfschlucht gehen. Dann kam mir noch der Gedanke bezüglich Leuker, also suchte ich einen Ort, der heute noch so genannt wird. Es war die Gemeinde Leuk in der Schweiz. Dann war der Ort mit dem Berg Sion noch inbegriffen. Wo war dieser Ort? Natürlich in der Schweiz. Also stand meine Route. Geplant war es für mich zum Julfest. Doch starker Schneefall in der Gegend brachte mich von dem Gedanken ab. Also war es dann zu unserem Ostara-Fest geplant. Leider kam da die Grenzschließung. Also wartete ich geduldig, bis die Grenzen wieder offen waren und fuhr darauf hin los. Exakt die geplante Reise. Richtung Basel, Richtung Wolfschlucht und rüber nach Leuk. Ich übernachtete bei einer Schwester und passierte am nächsten Morgen Leuk. Dort angekommen, machte ich mich auf die Suche, wo ein Gefühl auftrat, welches für mich bestimmt war und ich fand es auch. Eine kleine Gasse dort gab mir dieses Gefühl von Geborgenheit. Es ist natürlich klar, dass man seit diesem ersten Auftreten mehr darauf achtet, was der Körper mir/uns mitteilt.

Da mir ein Geschenk aus der Schweiz kaputt ging und ich den Hersteller schon im Januar kontaktierte, freute dieser sich natürlich, mir das neue Armband zu übergeben. Wenn ich schon mal hier bin, dann konnte ich auch das erledigen. Die Verkäuferin übergab es mir mit den einfachen Worten: „Na wir haben zwar kein Frühjahr mehr, aber wir dachten es uns schon, dass Sie auftauchen, sobald die Grenzen wieder offen sind.“ Sie legte es mir um und ich verließ den Laden.

Als ich nun die nächste Etappe beschritt/befuhr, zum Berg Sion, musste ich drei Bergpässe mit meiner schwarzen Göttin (ein schwarzer Kombi Toyota Avensis) überqueren und da fing es an, das Zerreißen und wieder fügen. Hin und her ging dieses Gefühl. Also passierte ich genau dort die Grenze, wo meine vorherige Seele ihr Wesen trieb. Ob ich die Reise zu den Karpaten noch mache, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht. 

Denn ganzen Tag schien die Sonne. Im Tal 30 Grad und oben auf dem Gipfel 14 Grad. Ich kam endlich in der Gemeinde an, wo der Berg Sion sich befindet. Ein leichter Nieselregen setzte ein. Doch ich war falsch, beziehungsweise an der falschen Stelle. Also Umkehr und Google fragen. Viel war es nicht, als ich nun auf dem richtigen Weg zum Berg war, zeigte sich die Natur mit ihrer puren Macht. Auf dem Berg Sion angekommen, öffneten sich die Sintflut und nirgends ein Parkplatz, wo ich mich hinstellen könnte, um abzuwarten beziehungsweise zu übernachten. Mein Gedanke war nur: „Möchte Mutter Natur nicht, dass ich hier herumwandere?“

Ich fuhr dann also Richtung meines Lebensraums, obwohl dies im eigentlichen Sinne ein falscher Begriff ist. Und es ging wieder los, diese Zerrissenheit. Aber gut ich hatte es herausgefordert, in dem ich meine Pilgerfahrt antrat. Ich war mir von allem bewusst und werde es wieder tun. Doch jetzt weiß ich, warum dieses Energiefeld mich greift und wie groß dieses ist.

Euer Finon

Finon bei einer Lesung

Erfahre Deinen Kelten-Namen!

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Reise in die Anderswelt: Die Begegnung mit meinem Krafttier

Krafttier Wildkatze

Unser spirituelles Krafttier begleitet uns in vielen Lebenslagen, auch wenn es uns oftmals gar nicht bewusst ist. In diesem Erfahrungsbericht gibt uns Sabrina einen Einblick darin, wie sie ihr Krafttier – die Wildkatze Mayara – gefunden hat, und was die beiden gemeinsam erleben.

von Sabrina

Kraftort-Poster finden

Es begann am Kraftort, zu Litha vor vier Jahren. Das Ritualfeuer brannte so hell, dass die kürzeste Nacht des Jahres beinahe zum Tag wurde. Die Pforten zur Anderswelt standen schon weit offen. Im Kreis der Elemente hatte der Druidenmeister das Portal geöffnet, um in dieser besonderen Nacht einen Austausch mit den Geistern Gaias und dem Reich der Ahnen zu ermöglichen. Mit vereinten Kräften hüteten wir zu fünft das Portal, wie in schon so vielen Ritualnächten zuvor. Aber heute war es für mich persönlich ein ganz spezieller Anlass. Schließlich sollte ich in dieser Nacht, die ich niemals vergessen werde, endlich mit einem spirituellen Krafttier vereint werden!

Als die Beschwörung begann, verfiel ich sofort in eine tiefe Trance, so wie es mir andere bereits berichtet hatten. Ich „schwebte“ in einer Wolke des Einklangs und des reinen Austauschs, in der mir die Geister der Ahnen zuflüsterten und ihre Seelen rund um mich herum zu tanzen schienen. Plötzlich erblickte ich sie, diese stechend-grünen Augen! Sie waren das erste, was ich erkennen konnte. Doch nach und nach materialisierte sich das Wesen immer deutlicher: die spitzen Ohren, der buschige Schwanz und das erhabene Gesicht mit den stolzen, weißen Schnurrhaaren… Da war sie, meine Wildkatze!

In dem Moment, als ihr ganzes Wesen greifbar schien, wehte ein starker Windstoß über den Kraftort, der zwei Silben zu rufen schien: Mai und Ara – Mayara. Wir alle konnten es deutlich wahrnehmen. Das war also der Name von meinem „neuen“ spirituellen Begleiter. Es fällt mir schwer auszudrücken, wie tief er mich berührte. Es war das überwältigende Gefühl, etwas Bedeutsames zu erkennen, das schon immer da war und ein Teil von mir, und jetzt endlich erwacht.

Die Wildkatze verkörpert als Krafttier den Geist der Kriegerin, aber auch den der Diplomatin, der „Überzeugerin“. Sie ist geschickt und elegant, und sie kämpft, wenn es nötig ist. In der irischen Mythologie ist sie das Symbol der Muttergöttin Brigid, ein Bote von Weisheit und Schutz. Mir offenbarte sich ein neuer Teil meines Wesens, der wohl schon immer in mir geschlummert hat.

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Dass Mayara mich schon viel länger begleitet, als ich eigentlich fassen kann, wurde mir schnell bewusst. In der nächsten Meditation rief ich sie bei ihrem Namen. Es dauerte eine Weile, bis ich das erste Zeichen wahrnahm. Es war, als würde sie durch Zimmer huschen. Doch dann sah ich sie wieder: diese leuchtend-grünen Augen! Sie blickten mich einladend an. Dann begann, was ich nur als Astralreise beschreiben kann, ganz ohne den Einsatz von Wermut oder ähnlichem! Geführt von Mayaras reinem Wesen offenbarten sich mir verschiedenste Anblicke. Zuerst Situationen aus meinem früheren Leben, als Kind und als Jugendliche, bei denen Mayara schützend an meiner Seite wachte und meine Umwelt veränderte, ohne dass ich die leiseste Ahnung hatte! Doch ich folgte ihr weiter, bis ins Reich der Ahnen, wo sich mir ähnliche Szenen aus meinen Vorleben offenbarten. Da wurde mir klar, dass Mayara schon länger zu mir gehört, als es „mich“ in dieser Inkarnation überhaupt gibt.

Und das ist wohl das schönste an der Erfahrung: das Neu-Entdecken von einem ganz, ganz alten Teil von einem selbst, das einem so viel verrät, und so viel schenkt. Es ist beinahe so, als würde man einen alten Freund wiedertreffen, den man lange totgeglaubt hatte. Oder wie wenn man aus einem schönen Traum aufwacht und der Traum ist noch da!

Heute begleitet mich Mayara in nahezu jeder Meditation. Manchmal verschwindet sie ein paar Tage, geradezu so, als ob sie mich herausfordern würde, sie zu rufen. Sie scheint dabei ihrem eigenen Rhythmus zu folgen. Wenn sie wiederkommt, bringt sie mir oft neues Wissen mit. War sie auf einem Streifzug in der Anderswelt?

Bei der druidischen Arbeit ist Mayara mein treuer Hilfsgeist. Beim sammeln der Kräuter für meine Räucherbündel führt sie mich auf der Feenwiese an die richtigen Stellen. Wenn ich neue Zauberstäbe erschaffe, führt sie bei der Arbeit meine Hand und beschenkt mich mit dem Muskelgedächtnis aus meinen Vorleben, in denen ich bereits als weiße Hexe gewirkt habe.

Ich bin dem Druidenmeister für viele Dinge dankbar, aber die Verbindung zu Mayara zu erneuern war das schönste Geschenk, was er mir jemals gemacht hat ❤️

Fast jeden Tag lerne ich Neues über, mit, und von Mayara. Ich bin gespannt, was ich in Zukunft noch alles erfahren darf. Für diese Bereicherung bin ich Gaia auf ewig verbunden.

Finde jetzt Dein Krafttier…

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Verbundenheit & Einklang: Resümee zum (ersten?) gemeinsamen Ostara-Ritual

Vorbereitung Räucherritual

An diesem Ostara haben wir zum ersten Mal alle Druidenstabträger dazu aufgerufen, ihre Kräfte in einem gemeinsamen Ritual zu bündeln. Mehr als 100 Menschen in ganz Europa haben mitgemacht und gemeinsam Großes geschaffen ❤️

Bereit für Beltane?

Nun möchten wir resümieren, wie das Ritual aufgenommen und von den einzelnen Teilnehmern erlebt wurde. Dazu haben wir die Rückmeldungen gesammelt, die uns bereits erreicht haben. Weiter unten findest Du sie zusammen mit einigen Fotos – die Sammlung wird laufend erweitert ?

Doch zuerst ein paar wichtige Anmerkungen zum Ritualverlauf aus Sich des Druidenzirkels:

Beginnen wir mit dem Negativen. Wie einige Teilnehmer bemerkt haben, gab es in der frühen Phase des Rituals einen Versuch, die von uns gebündelte Energie für dunkle Zwecke „anzuzapfen“. Wir hatten die richtigen Sicherheitsvorkehrungen für diesen Fall getroffen und der Druidenmeister konnte die Angriffe sehr schnell abwehren. Sie wurden teilweise trotzdem wahrgenommen, beispielsweise in der Form eines dunklen Vogelschwarms. Es ist schon traurig, dass es Leute gibt, die versuchen, unsere gemeinsamen Bemühungen, etwas Positives zu erschaffen, auszunutzen. Wer auch immer es war, wird sich selbst vor den Naturgeistern verantworten müssen. Glücklicherweise hat es sich nicht auf den weiteren Verlauf des Rituals ausgewirkt.

Mit den weiteren Phasen im Ritualplan wurde das Energiefeld spürbar stärker und wir konnten immer deutlicher wahrnehmen, wie die Energie der Druidenstäbe am Kraftort zusammenläuft und immer weiter fließt. Zudem bekamen wir zunehmend Unterstützung aus dem Ahnenreich. Was uns am meisten überrascht hat – und auch mehrere Stabträger haben es vernommen – war die deutliche Präsenz eines ähnlichen Rituals, in einer ganz anderen Epoche. Wir wissen, dass die Tradition der Druidenstäbe schon lange existiert. Doch von weiträumigen Ritualen, an denen die Träger solcher Stäbe koordiniert agieren, war uns bisher nichts bekannt. Wir haben jedoch deutliche Signale empfangen, die nahelegen, dass es so gewesen ist. Damit stehen wir vor einem neuen Mysterium aus der Ahnenwelt, welches wir mit Freude und Tatendrang weiter untersuchen werden.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei allen, die mitgemacht und das alles ermöglicht haben!

So viel steht fest: Es war bestimmt nicht das letzte gemeinsame Ritual ?

Im Anschluss findest Du die Berichte von Teilnehmern – die Sammlung wird noch erweitert!

Das sagen die Teilnehmer – Berichte und Fotos

“Es war wunderbar. Sehr, sehr kraftvoll. Habe zeitweise richtig vibriert.” – Elisabeth

“Es war großartig und unvergesslich.” – Monika

“Ich hatte nach sehr langer Zeit mal wieder ein Gefühl der Geborgenheit.” – Renate

“Mein ganzer Körper war wie elektrisiert. Es hat sich langsam aufgebaut und wurde immer stärker.” – Birgit

“Ich habe an der Alten Tinkstätte das Ritual mitvollzogen und war von Frieden erfüllt.” – Michael

“Ich spürte viel Wärme und Liebe” – Birgit

„Was ich erleben durfte ist nur schwer mitzuteilen. Schon bei der Vorbereitung, wo ich mein eigenes Ritual gemacht habe, war ich ganz in Wärme getaucht. Als die Energie aufgebaut war, von Euch und die 21 Stäbe sich “einjustiert” haben, hat mein Körper einen eigenen “Tanz” vollzogen. Kopf und Hals suchten in linearen Bewegungen eine Himmelsrichtung. Ich konnte nur geschehen lassen. Mal waren es gerade Linien, mal kleine Kreise, mal mehr nach Südosten, dann nach Westen und schließlich nach Norden. Bis sich die Bewegung nach Südosten eingependelt hat und zur Ruhe kam. Das dauerte eine halbe Stunde. Danach war nur Wärme und lichte Energie, Feuer, Stabträger, Schamanen, Druiden…  Ganz zum Schluss stand ich mit erhobenen Händen mit meinem Stab (weiß nun wie er aussieht) da. Die Wärme war so stark, dass ich geschwitzt habe.“ – Sylvelin

„Ich habe aus vollem Herzen teilgenommen und mich dabei vollkommen zu Hause und angekommen gefühlt, so als ob mir dies schon seit langer, langer Zeit vertraut wäre, was aber gar nicht sein kann. Ich musste das Ritual in meinem Zuhause durchführen, wegen der Ausgangsbeschränkung bei uns. So habe ich mir einen schönen Ort am offenen Fenster eingerichtet und mich ganz darauf eingelassen. Während dieses Rituals habe ich dann um eine Antwort auf die Frage: “Wer bin ich eigentlich?” gebeten. Und irgendwie ist nichts Besonderes passiert, außer dass genau um 18:30Uhr eine Windböe kam und all meine Kerzen (3) ausgeblasen hat. Fängt je schön an, dachte ich. Dann zum Ende, als der “Segen” kam, habe ich meinen Kopf gegen meinen Stab gelehnt, der sich, durch seine natürliche Biegung, richtig darum geschmiegt hat. Und dann hat er mir genau so gezeigt, was ich bin. Und das war eine umwerfende Erfahrung!!!“ – Christine

Ostara in Heimquarantäne
Christine hat wegen den Ausgangsbeschränkungen am Fensterbrett einen Ritual-Schrein eingerichtet ?

„Ich habe selbst zur besagten Zeit ein Ritual für mich selbst praktiziert und die Verbindung zu meinem neuen Druidenstab versucht aufzubauen. Es war der Wahnsinn! Ich spürte die Energie und die Güte mit der ihr diesen Gegenstand gefertigt habt genauso die Kraft in und herum des Rituals mit der Liebe des Kosmos. Der Name meines Stabes wurde mir von der Anderswelt eingehaucht/vermittelt!“ – Karl

„Ich spürte, wie dies auch wohl von mehreren so wahrgenommen wurde, negative Fremdenergien, bei mir in Form von kalten Windstößen sich bemerkbar machten. Ich vertraute aber auf die Überlegenheit unserer guten Absichten, so dass sich schließlich Ruhe und Wärme ausbreitete. Punkt 18.30 ertönte aus der Ferne das “Martinshorn”, was ich als “alle guten Kräfte sind bereit zur Hilfe” interpretierte. Für mich deutlich zu sehen war das Feuer, um das sich alle versammelt hatten. Für mich zeigte sich ein Bild, bei der alle Mitwirkenden im Kreis um das Feuer herum standen und miteinander verbunden waren. Ein für mich sehr beruhigendes, stärkendes und vertrauensvolle Gefühl. Mein Stab geriet immer stärker in Schwingung, bis zum Ende des Rituals hin plötzlich auch mein Körper die Schwingung des Stabes aufnahm und wie in einer Art Trance nach vorne und hinten schaukelte, während ich trotzdem festen Stand hatte.“ – Alexandra

„Es war unglaublich! Der Stab brachte meinen ganzen Körper zum vibrieren und pulsieren! Ich bat während der gesamten Zeit 2x um Führung, da es mein erstes Stabritual war und bekam diese. Ich wurde eins mit Stab und kosmischer Energie die weit über mir entstand. Ich bewegte meinen Stab als würde ich in einem Energiefluss rühren, der mit euch allen verbunden war. Es war ein grandioses Gefühl! Vielen Dank dafür!“ – Toni

„Es war wunderschön. Von Zeit zu Zeit spürte ich richtige Energiestöße. Mein Freund ebenfalls. Wir spürten sie aber nicht immer zur gleichen Zeit. Da wir zu zweit waren, war die Energie bestimmt stärker. Wir haben im Garten eine Pyramide, die Verbindung war enorm! Unsere Katze kam nach ca. 30 min. Sie hat sich mit uns in ein Dreieck gesetzt. Hat sich bis zum Schluss nicht bewegt. Danach hat sie geschlafen wie ein Murmeltier. Am Schluss zeigten die Stäbe die gleiche Richtung an, bis sie sich aufrichteten und ins Universum zeigten. Jetzt spüren wir eine ganz andere Energie im Haus und Garten! Wir fühlen vor allem Vertrauen. Ich spüre sehr stark, wie ich mit der Erde und dem Universum verbunden bin. Ich hoffe, ihr wiederholt das. Die Erde kann das jetzt brauchen.“ – Tinea

„Es war ein tolles Erlebnis. Auf einmal vollführte mein Stab selbständig Bewegungen immer vor und zurück, immer weiter im Kreis. Nach dem er einmal den Kreis vollzogen hatte, stand er still. Das erste Mal konnte ich es gar nicht einordnen und ich bat ihn, es nochmals zu wiederholen. Und dann sah ich die Bäume. Mein Stab hat alle Bäume gegrüßt. Er hat sich jeden einzelnen zugewendet und ging wieder in seine Ausgangsposition zurück. Somit ergaben die Bewegungen einen Stern.* Nach der letzten Begrüßung landete er auf meiner Stirn (ich war zu dumm es auf erste Mal zu verstehen :-)) so hatte ich auch etwas zum Schmunzeln.“ – Bärbel

„Ich sah am Anfang ganz viele dunkle Vögel, die sehr negative Energien hatten und nur darauf gewartet haben, dass sie angreifen können. Aber im Laufe des Rituals wurden aus den dunklen Vögeln goldene, die am Schluss in alle Himmelsrichtungen flogen. Alles negative war verwandelt in Frieden und Liebe. Am Schluss bekam ich ein Bild, wie alle Stabträger ihre Stäbe in die Luft hielten und Frieden für die Welt riefen. Da war eine enorme Kraft und Energie zu spüren. Einfach himmlisch, es war wunderschön.“ – Jula

„Die Meditationsspirale war sofort da… der Stab richtete sich magnetisch angezogen, zu eurem Ritualplatz aus… ich hatte durchgängig meinen Piepser im Ohr -(habe ich oft, wenn ich mit den Hohen Energien bewusst verbunden bin). Es war sooooo…. fühlbar, wie Heilung erfolgt, Leylinie für Leylinie… Kristall für Kristall…. denke, dies sollten wir gemeinsam zu unseren Jahreskreistagen, wenn es sich machen lässt, wiederholen… aus tiefstem Herzen Danke ich euch für die Einladung zu dieser – wie so oft- überwältigenden Zeremonie…“ – Lana

Dein Keltus-Druidenstab

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Der Keltus-Kraftort: Harmonie im Einklang mit den Elementen

Sabrina lädt Dich auf eine spirituelle Reise an den druidischen Kraftort ein, an dem der Druidenzirkel alle großen Rituale im Jahreskreis durchführt.

Der Zauber der Rosenblätter

Folge mir an einen Ort, an dem sich die Träume am Tag zum Schlafengehen zurückziehen. Ein Ort, an dem sich Reh und Eule ‚gute Nacht‘ und ‚guten Morgen‘ sagen – wo man, mit den richtigen Augen, die Fußabdrücke der Kobolde und Feen im Tau sehen kann, wenn sich Sonne oder Mond darin spiegeln. Ein Ort mit vielen Gesichtern, der manchmal aussieht, wie eine kitschige Zeichnung der Anderswelt – und im nächsten Moment lässt er Dich wieder vor der Kraft der Elemente ehrfürchtig erzittern. Ein Ort des Friedens und der Harmonie, der ungetrübten Energie, an dem noch alles so fließt, wie es fließen soll…

Das ist „unser“ Kraftort. Der Ort, an den wir kommen, um die Kraft des Vollmonds und des Neumonds für druidische Rituale zu nutzen und um die größten Feste im keltischen Jahreskreis zu feiern, die Sommersonnenwende (Litha) beispielsweise, und das Frühjahrs-Äquinoktium (Ostara).

Wo er zu finden ist, das möchten wir im Internet nicht so genau bekannt geben. Doch so viel sei verraten: Er liegt in im Osten der Alpen, ganz hoch oben, fernab von allen Schutzhütten und Weidegründen. Der Zustieg ist lang und beschwerlich, doch man wird mit einem überwältigenden Anblick belohnt: von beeindruckenden Felsformationen, uralten Bäumen und einem Wasserfall. Man spürt sofort die besondere Energie des Ortes. Bereits die alten Kelten – und wohl schon andere Kulturen davor – haben diese Stelle genutzt, um ihre Rituale und Bräuche zu vollziehen.

Kraftort-Besuch

Neben uns Druiden interessieren sich heute vor allem Archäologen für diese steinigen Wälder, unter denen sich großräumige Tunnelsysteme aus keltischen Tagen verbergen, die sich quer durch die nördliche Steiermark ziehen und bisher kaum erforscht worden sind. Was den Kraftort betrifft, bleibt das hoffentlich auch so. Dafür wird der Druidenmeister sorgen. Als Wächter des Kraftorts widmet er Tag und Nacht der Aufgabe, diese besondere Stelle und die Wälder rundeherum zu behüten. Weil es so abgelegen ist, verirrt sich allerdings kaum jemand dort hin. Falls doch, wird er vom Druidenmeister über die besondere Bedeutung des Kraftorts und der empfindlichen Energien, die dort fließen, aufgeklärt. Er bittet ihn auch höflich, nicht weiter zu gehen, falls er irgendwelche elektronische Geräte dabei hat. Orte wie dieser – fernab von Stromleitungen und Handymasten – sind rar geworden. So rar, dass wir die Harmonie des Kraftorts nichteinmal mit dem künstlichen Spannungsfeld der Knopfbatterie eines Autoschlüssels belasten wollen!

Der Einsatz des Druidenmeisters zahlt sich auch. Man spürt einfach, dass hier nicht nur die natürliche Balance und die Artenvielfalt erhalten worden sind. Zwischen dem Stein, dem Geist der alten Bäume, dem Quellwasser, dem Ritualfeuer und der Höhenprise, herrscht ein ständig anhaltendes Spiel der Elemente – manchmal fließt die Energie so plastisch, dass man sie beinahe angreifen kann. Der Druidenmeister, der in seiner Seele so tief mit dem Ort verwachsen ist, wie kein anderer Mensch, beherrscht es perfekt, die besonderen Kräfte und Energien dort in den Ritualen zu nutzen – so wie schon so viele Generationen an Druiden und Schamanen zuvor.

In den Nächten, in denen wir hier druidische Rituale durchführen, erleben wir die Kraft dieses Orts regelmäßig in ihrer vollen Gewalt. Es ist nicht so, dass wir dabei mit den Elementen spielen würden. Viel mehr spielen sie mit uns, während wir versuchen, einen kleinen Teil ihrer Kraft für unsere Zwecke abzuzweigen. Immer wieder veranschaulicht uns das Ritualfeuer das am ganzen Körper, wenn es die Winternacht plötzlich zum Sommertag zu machen scheint. Oder wenn uns die Geister des Windes ihre Anwesenheit spüren lassen, indem sie in einer lauen Nacht eine eisige Briese aus den Furchen des Gesteins heben.

Diese Kraft zu allen Jahreszeiten hier zu erleben, hat mir großen Respekt gelehrt. Nicht nur vor diesem Ort, sondern vor der Natur im Allgemeinen. Sie ist nicht unser „kleines Haustier“, das wir wie einen Schoßhund oder Bonsai zurechtzüchten/-schneiden können, auch wenn der Mensch dies in seinem Übermut manchmal denken mag. In Wahrheit sind wir es, die ihr hilflos ausgeliefert sind, wie eine Ameise einem Wirbelsturm. Doch sie möchte uns nichts Schlechtes, schließlich sind wir ursprünglich ein Teil von ihr. Es gilt nur, den Weg dorthin zurück zu finden. Zum Ursprung des Ganzen, an dem man erkennen muss, dass alles in Verbindung steht.

Was mich am Kraftort besonders berührt, ist eben diese deutlich wahrnehmbare Verbindung, zu dem was war, zu dem was ist, und zu dem was kommen wird. Ich weiß, dass ich sehr privilegiert bin, diesen Ort zu kennen. Doch in den Bergen und Tälern Europas verstecken sich noch viele andere alte Kraftorte wie dieser, die zur Zeit der Kelten eine besondere Rolle spielten und seither in Vergessenheit geraten sind. Abgesehen, von kleinen Druidenzirkeln und Druidenmeistern wie unserem, die sie heute noch bewahren und ihre besonderen Kräfte in Einklang und Harmonie mit der Weisheit der Natur und ihren materiellen wie spirituellen Bewohnern einsetzen ❤️

Kraftort-Naturprodukte