Durchschreite die Pforten zur Anderswelt mit dieser ganz besonderen Räuchermischung!
Der keltische Feiertag Samhain am 31. Oktober bzw. zum 11. Neumond nach der Wintersonnwende ist ein Totenfest und zugleich das Neujahrsfest der Druiden. An diesem besonderen Tag stehen die Tore zur Anderswelt so weit offen wie an keinem anderen Tag im Jahreskreis. Diese druidische Räuchermischung ermöglicht Dir, die besondere Kraft von Samhain das ganze Jahr über zu spüren.
Das Rauchwerk ist aus rein pflanzlichen Zutaten hergestellt und folgt einem alten Druiden-Rezept. Es beinhaltet Olibanum und Salbei. Die Energie Samhains ermöglicht es Dir, in Deinen Ritualen die Schwelle zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt zu durchschreiten.
Wir empfehlen dieses hochpotente Räucherwerk all jenen, die Kontakt mit dem Ahnen suchen oder einen besonders tiefen Blick in die Anderswelt riskieren möchten.
Räucherwerk – Nicht zum Verzehr geeignet
Die in unserem Laden angebotenen Kräuter und Harze zum Räuchern sind zwar reine Naturprodukte, wurden aber nicht lebensmittelecht weiterverarbeitet. Sie sind nicht zum Verzehr geeignet!
Beispielfotos – Räucherschale nicht im Lieferumfang enthalten!
Begib Dich auf eine Reise in die magische Welt des Wicca und erfahre, ob Hexerei im Coven oder als Einzelgängerin erfüllender ist.
In diesem Beitrag geht Sabrina, eine erfahrene Hexe im 13. Jahr ihrer Praxis, auf die Frage ein, ob die Hexerei innerhalb eines Covens oder als Einzelgängerin erfüllender ist. Mit persönlich gewonnenen Einsichten führt sie uns durch ihre eigene Reise – von den ersten Tagen, in denen ein unerwartetes Geschenk ihr Interesse an Wicca weckte, bis hin zu ihrer heutigen Rolle in einem Druidenzirkel. Begleite Sabrina auf diesem faszinierenden Weg durch die Welt der Magie, um herauszufinden, wie sie ihren Platz in der spirituellen Gemeinschaft fand und was es wirklich bedeutet, den Pfad der Hexerei zu gehen.
Der Anfang meiner Reise – Die Geburt einer Hexe
Vor zwölf Jahren, als ich noch in einem Pflegeheim arbeitete, entfachte ein außergewöhnliches Ereignis mein Interesse an der Welt von Wicca. Eine sterbende Dame gab mir mit letzter Kraft ein geheimnisvolles, schwarzes Objekt, das bei mir immer noch eine heilige Stelle einnimmt – einen schwarzen Spiegel. Ihre Worte hallen noch heute in meinem Kopf: „Dieser Spiegel ist der Schlüssel zur anderen Seite, er führt Dich auf dem Pfad der…“. Leider konnte ich ihren Satz nie zu Ende hören.
Mein Interesse für Hexerei und Wicca-Tradition war jedoch geweckt. Ich begann, viel über das Thema zu lesen und fühlte mich schließlich bereit, den magischen Spiegel zu nutzen und andere Praktiken selbst auszuprobieren. Jahre vergingen, und während dieser Zeit wanderte ich alleine in der Welt von Wicca. Ich tauschte mich im Internet manchmal mit anderen Alleingängerinnen aus, aber ich schätzte es, selbstständig und unabhängig zu bleiben, um meine eigenen Regeln in der Magie zu finden.
Doch schon in diesen Tagen hatte ich während der besonderen Wicca-Feiertage, wie Samhain oder Beltane, immer das Verlangen nach Gleichgesinnten. Also suchte ich andere Hexen in meiner Nähe und versuchte, mich mit ihnen zu verbinden. Doch trotz aller Anstrengungen waren die Ergebnisse der gemeinsamen Rituale enttäuschend und die Energien nicht stimmig. Nach diesen ersten gescheiterten Versuchen, einen Hexenzirkel bzw. Coven aufzubauen, dachte ich, es wäre besser, auf meinem eigenen Weg zu bleiben. Doch alles änderte sich mit einer unvergesslichen Begegnung in den Wäldern…
Begegnung mit Gleichgesinnten
Eines Tages führte mich mein Pfad tief in die unberührten Wälder, auf der Suche nach einer wilden Wiese. Mein Ziel war es, seltene Hexenkräuter für das bevorstehende Beltane-Fest zu sammeln. Diese Reise, geleitet von einem Gefühl der Vorherbestimmung, führte mich zu einem unerwarteten und schicksalhaften Treffen: Inmitten der Stille des Waldes begegnete ich Esus, einem Druidenmeister von ehrwürdiger Gestalt und mit einer Aura, die die Luft um ihn herum zum Vibrieren brachte. Seine Augen, tief und verständnisvoll, schienen Geschichten aus einer anderen Welt zu erzählen.
Die Begegnung mit Esus war nichts weniger als magisch. Mit wenigen Worten, doch in einem Ton, der eine tiefe Resonanz in mir auslöste, lud er mich ein, an einem Ritual teilzunehmen, das nur einmal im Jahr, zum Dunkelmond von Beltane, zelebriert wurde. Er offenbarte mir, dass er der Meister eines kleinen Druidenzirkels sei, bestehend aus drei weiteren Schülern, und dass sie sich an einem verborgenen Kraftort im Herzen des Waldes versammeln würden. Die Art, wie er von dem Ritual sprach, ließen mein Herz schneller schlagen. Es war, als hätte das Schicksal selbst diese Begegnung arrangiert.
Zurück in der Sicherheit meines Zuhauses, umgeben von meinen vertrauten Talismanen und dem sanften Flackern von Kerzenlicht, ließ ich Esus Worte auf mich wirken. Die Vorstellung, allein mit drei Männern, die ich nicht kannte, im dichten Wald ein Ritual zu feiern, ließ mich zögern. Auch die Unterschiede zwischen den Pfaden der Wicca-Hexerei und des Druidentums waren mir wohl bewusst. Ist ein Druidenzirkel wirklich das richtige für mich? War ich doch auf der Suche nach einem „klassischen“ Witch Coven! Und doch gab es etwas an Esus Präsenz, das über alle Divergenzen hinwegreiche – eine Reinheit und Spiritualität, die ich nicht ignorieren konnte.
Ich wandte mich an mein Pendel und suchte den Rat der Ahnen, die mich auf meinem Weg bis hierher geführt hatten. Die Antworten, die ich erhielt, waren unmissverständlich. Ein Gefühl des Friedens breitete sich in mir aus, als ob die Stimmen meiner Vorfahren mir versicherten, dass dies der richtige Schritt sei. Mit neuer Entschlossenheit packte ich meine rituellen Utensilien zusammen, bereit, mich auf diese neue, ungewisse Reise zu begeben.
Mein erstes Ritual am Kraftort
Als ich den versteckten Pfad entlangging, den Esus in seinen rätselhaften Anweisungen beschrieben hatte, öffnete sich der Wald schließlich zu einer Lichtung, die so atemberaubend war, dass sie mir den Atem raubte. Der Kraftort, ein geheiligter Boden, der schon von den alten keltischen Druiden für seine starke Verbindung zu den natürlichen Elementen verehrt wurde, lag vor mir. Umgeben von uralten Bäumen, deren Wurzeln tief in die Erde griffen, und einem klaren, von Mondlicht durchfluteten Bach, spürte ich sofort eine überwältigende Energie. Dies war ein Ort von roher Schönheit und magischer Kraft, an dem sich der Schleier zwischen den Welten zu verdünnen schien.
Esus erwartete mich bereits, zusammen mit seinen drei Schülern: Goraidh, Astrogaol und Manuel. Jeder von ihnen strahlte eine eigene, einzigartige Aura aus, doch zusammen bildeten sie eine harmonische Einheit, die perfekt in die natürliche Ordnung des Kraftorts passte. Ihre Begrüßung war warm und einladend, und obwohl wir uns gerade erst kennengelernt hatten, spürte ich eine tiefe Verbindung und ein gegenseitiges Verständnis, das nur schwer in Worte zu fassen ist. Es war, als hätte ich endlich eine verlorene Familie wiedergefunden, eine Gruppe von Seelen, die durch das Band der Magie miteinander verwoben waren.
Mit der Dämmerung des Dunkelmondes begannen wir mit den Vorbereitungen für das Beltane-Ritual. Unter Esus’ Anleitung richteten wir den heiligen Raum ein, entzündeten das Ritualfeuer und sammelten uns im Kreis, um die Energie des Moments zu ehren. Als das Ritual seinen Lauf nahm, fühlte ich, wie die Macht des Ortes durch jede Faser meines Seins strömte. Wir riefen die Elemente an, verbanden uns mit der Erde unter unseren Füßen, der Luft, die unsere Worte trug, dem Feuer, das unsere Seelen erwärmte, und dem Wasser, das unsere Absichten klärte. Die Energie um uns herum pulsierte lebendig, ein Tanz der Elemente, der sich mit unserer eigenen Magie vermischte.
Ich war zutiefst bewegt von der Erfahrung, Teil eines so kraftvollen Rituals zu sein. Die Energien, die wir als Gruppe freisetzten, waren weit intensiver, als ich es jemals allein hätte erreichen können. Es war, als würden wir gemeinsam ein uraltes Lied singen, das tief in der Erde verwurzelt ist und bis in die Sterne reicht. In diesem Moment erkannte ich die wahre Bedeutung der Gemeinschaft und der geteilten Magie.
Dieses erste Ritual am Kraftort war nur der Beginn einer neuen Reise, die mein Verständnis von Magie und meine eigene Rolle in der Welt der Hexerei und des Druidentums für immer verändern sollte.
Mein Eintritt in den Zirkel
Nach der unvergesslichen Erfahrung meines ersten Rituals am Kraftort fühlte ich mich Esus und seinen Schülern auf eine Weise verbunden, die tief in das Gewebe meiner Seele eindrang. Es überraschte mich daher nicht, als Esus mich einlud, offiziell seine vierte Schülerin zu werden. Diese Einladung anzunehmen, fühlte sich an wie das natürliche Fortschreiten auf meinem Pfad. In den darauffolgenden Gesprächen erlebte ich zahlreiche Erkenntnisse. Besonders prägend war die Erkenntnis, dass Wicca und Druidentum nicht als Gegensätze, sondern als zwei Flüsse derselben spirituellen Quelle zu betrachten sind. Esus teilte diese Sichtweise durch die Metapher des Baumes, dessen Wurzeln tief in der Erde verankert sind und dessen Äste sich in unterschiedliche Richtungen ausstrecken, doch alle vom selben Stamm genährt werden. Diese Vorstellung verankerte sich tief in meinem Herzen und festigte meinen Entschluss, Teil dieses Zirkels zu werden.
Die Integration in den Druidenzirkel war für mich eine Gelegenheit, nicht nur mein Wissen zu erweitern, sondern auch meine eigenen Erfahrungen und die einzigartige Perspektive meiner femininen Energie in diese vorwiegend männliche Gemeinschaft einzubringen. Esus ermutigte mich, meine individuellen Talente und Sichtweisen zu teilen, was den Zirkel bereicherte und zu einem tieferen Verständnis der Balance zwischen den Energien führte. Diese Dynamik erlaubte mir, ein Gefühl der Gleichwertigkeit und des Respekts innerhalb des Zirkels zu erleben, was in vielen traditionellen magischen Gemeinschaften selten ist.
Die Entscheidung, mich dem Zirkel anzuschließen, erwies sich als einer der bedeutendsten Schritte meines Lebens. Durch die Teilnahme an den Festen des Jahreskreises und die Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern des Zirkels erlebte ich eine magische Praxis, die in ihrer Intensität und Tiefe weit über das hinausging, was ich als Einzelpraktizierende jemals erfahren hatte.
Die gemeinsamen Rituale, die wir nicht nur im engen Kreis, sondern auch mit Teilnehmern aus dem ganzen Land durchführen, offenbaren mir die wahre Kraft der Gemeinschaft und die Potenzierung der magischen Energien, wenn sie in Harmonie und gemeinsamer Absicht gebündelt werden.
Hexen Coven vs. freies Wirken – Eine persönliche Entscheidung
In meiner spirituellen Reise habe ich in meinem Zirkel ein Zuhause gefunden, das weit über meine ursprünglichen Vorstellungen hinausgeht. Doch es ist wichtig zu betonen, dass die Hexerei ein individueller Pfad ist, der von jedem einzigartig beschritten wird. Ob in der Gemeinschaft eines Covens oder in der Stille der Einzelpraxis, jede Entscheidung hat ihre eigene Kraft und Bedeutung.
Was ist ein Coven?
Ein Hexen Coven, historisch aus dem altfranzösischen „covent“ oder „convent“ abgeleitet, repräsentiert eine Gemeinschaft von Hexen, die sich zusammenfinden, um die Kunst der Magie zu praktizieren, spirituelles Wissen zu teilen und gemeinsam zu verehren. Oft wird auch das Wort Hexenzirkel verwendet. Diese Gruppen bestehen traditionell aus drei bis dreizehn Mitgliedern, die eine Balance zwischen männlichen und weiblichen Energien anstreben, was einen ausgewogenen Austausch und eine harmonische Praxis fördert. Bereits seit dem 12. Jahrhundert finden sich in der Literatur Hinweise auf Covens, die als organisierte Gruppen bei Hexensabbaten beschrieben werden, wenngleich diese Darstellungen oft von außenstehenden Beobachtern verfälscht wurden.
Die Geschichte und Tradition der Covens ist tief in der Wicca-Kultur verwurzelt, wo sie einst als geheime Treffen für diejenigen dienten, die sich den alten Glaubenswegen verschrieben haben.
Vorteile eines Hexen Covens
Die Entscheidung, einem Hexen Coven beizutreten, bietet zahlreiche Vorteile. Zum einen ist die Gemeinschaft ein Ort der Unterstützung und des gegenseitigen Verständnisses, in dem Mitglieder voneinander lernen und gemeinsam wachsen können. Die kollektive Praxis verstärkt die magischen Energien, wodurch Rituale und Zauber eine tiefere Wirksamkeit erreichen.
Darüber hinaus bietet die Zugehörigkeit zu einem Coven die Möglichkeit, Wissen und Erfahrungen in einem geschützten Rahmen zu teilen, der von Vertrauen und Respekt geprägt ist. Dieser Austausch kann zu einer beschleunigten persönlichen und spirituellen Entwicklung führen, die allein schwerer zu erreichen wäre.
Vorteile des Alleingangs
Die Praxis der Hexerei als Einzelgängerin bietet jedoch ebenso tiefgreifende Vorteile. Die solitäre Praxis ermöglicht eine unmittelbare und unverfälschte Verbindung zur eigenen Intuition und zu den natürlichen Energien, die die Hexenkunst durchdringen. Ohne die Notwendigkeit, Rituale und Überzeugungen innerhalb einer Gruppe abzustimmen, kann die persönliche Freiheit in der spirituellen Entfaltung vollständig entdeckt werden. Dieser Weg fördert eine intensive Selbstreflexion und -erkundung, die zu einem tiefen Verständnis der eigenen Macht und des persönlichen magischen Willens führt. Zudem ermöglicht die Alleinpraxis eine flexible Gestaltung der spirituellen Praxis, die sich nahtlos in den Alltag integrieren lässt und die individuellen Bedürfnisse und Lebensumstände berücksichtigt.
In meiner eigenen Erfahrung habe ich die transformative Kraft beider Pfade erlebt. Die Gemeinschaft des Druidenzirkels hat mir tiefe Einblicke und eine starke Verbindung zur kollektiven Energie der Gruppe eröffnet. Gleichzeitig hat die Zeit meiner solitären Praxis mir unbezahlbare Momente der Introspektion und der persönlichen magischen Entdeckung beschert.
Letztlich ist die Entscheidung, ob man den Weg der Hexerei allein oder im Coven geht, eine zutiefst persönliche Wahl, die auf den individuellen Bedürfnissen, Wünschen und der spirituellen Ausrichtung basiert.
Schlussgedanken – Dein Pfad in der Magie
Meine Reise durch die Welt der Hexerei, sei es als Teil eines Druidenzirkels oder auf dem solitären Pfad, hat mir gezeigt, dass jede magische Praxis ihre eigenen Tiefen und Schönheiten birgt. Ob Du Dich dazu entscheidest, in der Gemeinschaft eines Covens zu wachsen oder die Stille der Einzelpraxis vorziehst – erkenne, dass jede Reise ihre eigene Bedeutung und ihren eigenen Wert hat.
Magie zu praktizieren bedeutet, eine tiefe Verbindung mit den Kräften der Natur und des Universums einzugehen. Es geht nicht darum, einfach ein Hexenbrett zu kaufen und zu erwarten, dass man über Nacht zur Wicca-Priesterin wird. Vielmehr ist es ein Weg der Hingabe, des Lernens und der ständigen persönlichen sowie spirituellen Entwicklung. Magie erfordert Geduld, Verständnis und vor allem eine tiefe Verbundenheit mit den natürlichen Zyklen und Energien, die unsere Welt durchfließen.
Lasse Dich von Deiner Vorbestimmung leiten und sei offen für die Lehren, die die Natur und die Magie für Dich bereithalten. Es ist ein jahrelanger Weg, der Mut, Neugier und eine unerschütterliche Bereitschaft zum Wachstum erfordert. Aber für jene, die bereit sind, sich voll und ganz darauf einzulassen, offenbart sich eine Welt voller Wunder und tiefer Einsichten.
Ich lade Dich ein, Deinen eigenen magischen Weg zu erkunden. Sei mutig, sei neugierig und vor allem sei offen für die unendlichen Möglichkeiten, die die Hexerei bietet. Die Magie wartet darauf, von Dir entdeckt zu werden – ob allein oder im Kreis von Gleichgesinnten.
Über die Autorin
Sabrina, im 13. Jahr ihrer aktiven Hexenpraxis, ist hingebungsvolle Kräuterfrau und Wicca-Praktikantin. Ihre Reise als Hexe begann mit einem tiefgreifenden Erlebnis, das ihr Leben für immer veränderte und sie auf den Weg der Hexerei führte. Als Mitglied des Keltus Druidenzirkels hat sie ihre Praxis um die tiefen Traditionen des Druidentums erweitert, wobei sie stets ihre einzigartige Perspektive und feminine Energie in diesen männlich-dominierten Raum einbringt.
In der Nacht von Samhain hat Reavina mit der Unterstützung unseres Druidenzirkels ihr Krafttier-Rudel erweitert. In diesem ausführlichen Erfahrungsbericht erzählt sie vom Krafttier-Ritual und der ersten Begegnung mit dem magischen Hengst Elio! 🐎
Von Reavina
Das Ritual zur Beschwörung meines Krafttieres sollte in der Nacht von Samhain stattfinden. Ich fragte mich: Wie gestalte ich den Rahmen des großen Ereignisses? Was brauche ich, um bestmöglich beizutragen?
Alles, was ich speziell für Samhain habe, natürlich! Außerdem alles, was meinen Blick gerade festhält: Die Runenstäbchen wollen dabei sein, auch meine Sigille und einige indianische Utensilien… Und natürlich unbedingt mein Sigillen-Bergkristall; denn er hatte eine enorme Energie entfaltet, als die Druiden von Keltus das Sigillen-Ritual für mich durchgeführt haben, welche nun sicher auch bei dem Krafttierritual mitwirkt.
Ich lade ein: Die Menschen meiner Ahnenreihe, sie kommen – ein langer, endlos ins Dunkel zurückreichender Zug weißgekleideter Gestalten, den ich immer sehe, wenn ich die Ahnen zu mir bitte. Die Wesen der vier Himmelsrichtungen, Mutter Sonne, Vater Mond (von jeher sträubt sich alles in mir, von Sonnengott und Mondgöttin zu sprechen, denn nicht umsonst sind Sonne und Mond in unseren Breiten weiblich und männlich…), die Elemente Wasser, Erde, Luft, Feuer, Holz. Die Chakrentiere, zu denen mir ein charismatischer Arzt vor Jahren schon verholfen hat – Tiger, Schaf, Kuh, Igel, Herde verschiedenster afrikanischer Wildtiere oder ein Zebra (das zeigte sich damals nicht eindeutig), Schlange, Büffel. Mama Jaguar, sie hat zu meiner Freude unverändert ein schwarzes Fell. Meine Pflanzendeva, eine Bergpalme, die ich zur Zeremonie hinzuhole – meine Maria. Vater, Cormac, Isegrim, mit den Wölfen des Waldes – ich spüre ihre Anwesenheit, sie zeigen sich nicht in ihrer körperlichen Gestalt; das tun sie selten.
Alles ist vorbereitet, es geht los! Die energetischen Sprays angewandt, falls ich die Kohle nicht entzünden kann – doch, ich kann. Mit Hilfe von Palo-Santo-Holz. 😯
Ich halte meinen Sigillenkristall in den Händen, lasse alle Gedanken los…
Hilfe!!! Wo ist mein Druidenstab?!
Im geschützten Raum bleiben oder ihn holen? – Ich bitte die kosmischen Energien, den Raum zu halten, bis ich zurück bin, und sause los…
Jetzt bin ich aber aufgeregt! Ist die Verbindung zum Keltus-Kraftplatz, zu den Druiden, noch da? Mir scheint, ich habe Glück, mein Stab teilt meinen Händen einen Energiefluss mit.
Nun nehme ich den Kristall wieder in beide Hände und halte ihn in Höhe meiner Augen, wie ich es schon beim Sigillenritual tun sollte. Volle Konzentration auf den Druidenmeister, auf die Druiden, auf den Weg, den die Impressionen nehmen könnten.
Nichts…
Ich hole tief Luft, besinne mich darauf, dass der liebe Manuel, mir ja bereits früher sagte, es zeigt sich nicht immer sofort etwas. Und ich lenke meine Aufmerksamkeit weiter auf das Halten der Verbindung. Mein Stab ruht an meiner Schulter, das empfinde ich als tröstlich.
Ruhe breitet sich allmählich in mir aus.
Keinerlei Zweifel gestatte ich mir, das Ritual wird von Erfolg gekrönt sein!!!
Eine halbe Stunde später habe ich den Eindruck, dass sich etwas verändert. Ich lockere nun den Griff um meinen Sigillenkristall, bewege die steifgewordenen Glieder, halte den Kristall an Wange und Mund – wieder ist er deutlich heißer als diese!
Was für eine machtvolle Energie Ihr doch mit der Zeremonie heraufbeschworen habt! Da kann das Herbeirufen meines Krafttiers ja gar nicht fehlgeschlagen sein. 🙂
Und nun will ich abwarten, vielleicht zeigt mir ein Traum, welches Tier für mich aus dem Ahnenreich kam?
Nichts.
Dann vielleicht tagsüber, mal sehen.
Nichts.
Nun bin ich doch traurig, warum merke ich denn nie was?
Und dann kommt Deine Mail, lieber Manuel, und da tritt aus leichtem Dunst ein Pferd hervor – ich sehe, was Du mir berichtet hast, wie das ätherische Abbild eines Hengstes vor mir. Er ist wunderschön, mein Elio, sein helles Fell, die helle, flatternde Mähne mit den schwarzen Spitzen, ebenso der wehende Schweif. Unter den Knien geht die helle Farbe gleichfalls in Schwarz über, der mächtige Behang ist völlig schwarz, wie auch die Hufe selbst.
Dafür sind die Wimpern weiß… Die Augen sehe ich mal hellblau, dann wieder schwarz. Wie auch das Fell sich im Laufe der Zeit verändert. Mal ist es sehr hell falb, mal fast weiß… Mein Elio ist eben ein magisches Wesen. Wie sehr ich ihn liebe!
Manuel schrieb von der Wiese mit den Kleeblättern.
Ich erinnere mich an eine Wiese vor dem Bahnhof meines Geburtsortes, auf der Klee wuchs. Ich wollte als Kind dort immer vierblättrigen Klee finden, was mir aber nie gelang. Oder vielleicht einmal? Ich weiß es nicht mehr. Von der glückbringenden Kraft des vierblättrigen Klees hatten mir die anderen Kinder erzählt, will mir scheinen. Die Jungens haben gern betrogen und ein viertes Blatt lose an ein dreiblättriges Kleeblatt gehalten… Das fand ich unrecht – wozu das denn?
Mein Vater zeigte uns einmal ein Kleeblatt, das er in der Bibel getrocknet hatte – sicher einst für die Liebe seines Lebens, meine Mutter, gepflückt.
Als es dann irgendwann gezüchteten vierblättrigen Klee zu Silvester zu kaufen gab, empfand ich das als unpassend…
Meine Freundin Karin setzt gern ein vierblättriges Kleeblatt neben ihren Namen, wenn sie (mir) schreibt.
Du siehst also, lieber Manuel, vierblättriger Klee begleitet mich durch die Zeiten…
Wenn ich Elio zu kommen bitte – ich rufe nie, nenne ihn stets nur sanft beim Namen – sehe ich in letzter Zeit nur noch den Kopf mit flatternder Mähne und einen Teil des Vorderkörpers – ein Ätherwesen nicht von dieser Welt. Er kommt immer, sieht mich aufmerksam an… Und dann tritt Aldebaran hinzu, mein dunkler Hengst, der von ganz allein den Weg zu mir suchte. Mein schwarzer Wolf rollt sich neben Elio zusammen, liegt ganz entspannt da, schließt die Augen, scheint mir sagen zu wollen, dass ja doch alles in Ordnung ist…
Mein Rabe, ein Kolkrabe, sitzt mal auf Elios Rücken, mal steht er im Gras neben dem Wolf, neigt den Kopf zur Seite und sieht übermütig, auch ernsthaft zu mir herüber.
Wie glücklich ich mich schätzen kann!
Reavina
Beschwörung Deines spirituellen Krafttiers
Wir erwecken in einem Ritual Dein spirituelles Krafttier als Geistwesen!
Am 30. April ist die Walpurgisnacht! In diesem Beitrag erfährst Du alles über die Bedeutung und Bräuche der „Hexennacht“, sowie Empfehlungen für Rituale.
Die Bedeutung der Walpurgisnacht
Was ist die Walpurgisnacht eigentlich? Unter diesem Namen ist sie erst seit dem 9. Jahrhundert bekannt, doch die Geschichte der „Nacht der Hexen“ reicht viel weiter zurück – bis in die Zeit der Kelten und Germanen. Schon sie zelebrierten die Nacht zum 1. Mai mit Feuern und Ritualen, zum Beispiel als das skandinavische Frühlingsfest und das keltische Fruchtbarkeitsfest Beltane.
Heute leitet sich die Bedeutung der Walpurgisnacht von der heiligen Walburga ab: Die englisch-stämmige Äbtissin eines Klosters in Heidenheim, die unzählige Wunderheilungen vollbracht haben soll und am 1. Mai 870 heilig gesprochen wurde.
Unabhängig von der Christianisierung gilt die Walpurgisnacht seit jeher als die Nacht der Hexen und Druiden.
Die Walpurgisnacht auf dem Heiligenberg in Heidelberg (Bildrechte: Andreas Fink)
Walpurgisnacht Bräuche
Für die Walpurgisnacht gibt es unzählige Bräuche, die sich von Region zu Region unterscheiden. Am bekanntesten sind wohl die Walpurgisfeuer, mit denen vielerorts der Frühling willkommen geheißen und den Ahnen gehuldigt wird.
Mancherorts ist es Tradition, zum Schutz vor bösen Geistern über das Walpurgisfeuer zu springen. Andere verbrennen dazu Schutzpüppchen oder ähnliche Symbole im Ritualfeuer.
In vielen Städten möchte man in der Walpurgisnacht mit Lärm die bösen Geister vertreiben. Dort ist die Walpurgisnacht eine besondere Feier-Nacht, in der die Einwohner schon mal mit Glocken oder Töpfen und Kochlöffeln lautstark durch die Gassen ziehen.
Eine weiterer Brauch ist es, weiße Kerzen zum Schutz vor schwarzer Magie aufzustellen, oder einen Schutzkreis aus schwarzem Salz zu ziehen. Auch über Türschwellen wird in der Walpurgisnacht gerne Salz geworfen.
Zusätzlich zu diesen Ritualen werden vielfach Kräuterbündel und Räuchermischungen speziell für die Walpurgisnacht hergestellt und entzündet, um die Luft mit Schutz und Reinigung zu füllen. Diese heiligen Raüche dienen dazu, das Heim und die darin wohnenden Seelen vor negativen Einflüssen und Energien zu schützen.
Es ist auch eine Zeit, in der die Naturgeister und Kobolde besonders geehrt werden. Viele bereiten kleine Opfergaben vor, wie Schüsseln mit Milch oder Honig, die sie in ihren Gärten oder an heiligen Naturorten platzieren, um die Gunst der Feen und Waldgeister zu gewinnen und für Fruchtbarkeit im kommenden Jahr zu sorgen.
In einigen Kulturen ziehen die Menschen verkleidet durch die Straßen, singen traditionelle Lieder und tanzen um die Feuer. Diese Masken und Kostüme sollen die Geister der Verstorbenen symbolisieren, die in dieser Nacht die Welt der Lebenden besuchen.
Die Walpurgisnacht ist somit nicht nur eine Feier des Frühlings und der Fruchtbarkeit, sondern auch eine tiefe Verbindung zwischen den Welten und eine Ehrung der Ahnen und Naturgeister. Sie ist eine Nacht voller Zauber und Mysterien, in der die alten Weisheiten und Praktiken noch immer lebendig sind.
Walpurgisnacht Rituale
Suchst Du noch nach Ideen für Rituale und Zauber für die Walpurgisnacht?
Wir haben 3 Empfehlungen für Dich 🙂
Neumondritual zur Walpurgisnacht
Im Jahr 2024 fällt der Beltane-Dunkelmond auf den 8. Mai! Unsere erste Empfehlung für diese ganz besondere Nacht ist ein Neumondritual für Vitalität.
Die Schranken zur Anderswelt sind in der Walpurgisnacht so einfach zu durchbrechen wie sonst nur an Samhain. Daher eignet sich die Hexennacht besonders gut für alle Rituale, die den Schutz und die Führung der Ahnen aktivieren sollen.
Eine Einführung in das umfangreiche Thema Nekromantie und Ahnen-Beschwörung findest Du hier.
Krafttier-Beschwörung zur Walpurgisnacht
Die Walpurgisnacht bietet auch eine hervorragende Gelegenheit, um den Totemführer von Deinem Krafttier-Totem kenn zu lernen! Der Keltus-Druidenzirkel bietet wieder an, eine druidische Krafttier-Beschwörung durchzuführen. Sprich uns einfach an und wir vereinbaren einen Termin!
Dieser Beitrag lädt Dich ein auf eine Reise ins Reich des spirituellen Austauschs mit den Toten und Ahnen. Erfahre alles über die Bedeutung, Symbole und Rituale der Nekromantie!
Autor: Astrogaol | Datum der letzten Änderung: 13. September 2024
Was ist Nekromantie?
Nekromantie ist die magische Beschwörung der Seelen von Verstorbenen. Zu Unrecht wird die Totenbeschwörung häufig als eine Form der schwarzen Magie betrachtet. Dabei ist der Austausch mit den Geistern der Ahnen eine spirituelle Praxis, die in nahezu allen Kulturen auftaucht und den Beteiligten dabei helfen kann, Abschluss, Führung und Frieden zu finden. Somit spielt Nekromantie auch in der weißen Magie eine wichtige Rolle.
Das Wort Nekromantie stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus den beiden Worten nekros (Leiche) und mantis (Prophet) zusammen. Bereits in der Geschichte der Odyssee treffen wir auf Nekromantie: So reist Odysseus zum Nekromanteion von Ephyra, um von dort aus in den Hades abzusteigen, wo er den blinden Propheten Teiresias befreien möchte.
Bei den Kelten sollen die Priesterinnen der Schicksalsgöttin Morrigan verschiedene Formen der Nekromantie beherrscht haben. In der Bibel treffen wir im 1. Buch Samuels auf die Totenbeschwörerin von Endor. Und auch im Voodoo und Serano nehmen nekromantische Rituale eine zentrale Rolle ein!
Das Nekromanteion von Ephyra ist bis heute erhalten geblieben. Bildrechte: Samuli Lintula
Geschichte und Formen der Totenbeschwörung
Selbstverständlich begegnen wir in den verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Praktiken der Nekromantie. Doch sie alle haben eine Gemeinsamkeit: das Verlangen, den Tod nicht als unüberwindbare Grenze zu sehen. In der Nekromantie sucht man nach Wegen, Kontakt zu den Seelen der Verstorbenen zu erhalten, ihnen weiterhin Wertschätzung zu zeigen und das Leben und Wissen mit ihnen zu teilen.
Paracelsus definierte fünf Arten der Nekromantie:
Cognitio mortalium spirituum: “Erkenntnis durch verstorbene Seelen”. Alle Praktiken, bei denen die Geister der Ahnen um Wissen gebeten werden – z.B. bei einem Ahnen-Orakel.
Clausura nigromántica: “Der magische Einschluss”. Eine Art der Nekromantie, bei der mit Hilfe der Geister unsichtbarer Eingriff in den menschlichen Körper erfolgt. Paracelsus verweist dabei auf schwarzmagische Praktiken, bei denen zum Beispiel Nadeln oder Haarballen unter der Haut erscheinen. Doch Clausura nigromántica kann auch eine Form der weißen Magie sein – z.B. in heilenden Ahnen-Ritualen.
Obcoecatio nigromántica: “Nekromantische Verdunkelung“. Die Verdunkelung bezieht sich hier zumeist auf das Vergessen und kann für Gutes sowie für Schlechtes eingesetzt werden. Eine weißmagische Form ist zum Beispiel die Verabschiedung von einer geliebten Seele in einem Ahnenritual.
Meteorica vivens: “Lebendige Meteorologie”. Hier wird mit Hilfe der Toten, sowie unter dem Einsatz von bestimmten Kräutern und Räucherungen, Einfluss auf die Welt der Lebenden genommen – zum Beispiel in der Form von einem Wetterzauber.
Tortura noctis: “Folter der Nacht“. Das bezieht sich auf alle Formen der Nekromantie, die sich mit Spuk-Phänomenen, Poltergeistern und gefangenen Seelen auseinandersetzen. Indem man Seelen dabei hilft, Frieden zu finden und weiterzuziehen, beendet man die Tortura noctis.
An dieser Stelle ist anzumerken, dass alle Formen der Nekromantie (sowie nahezu alle magischen Praktiken) sowohl der schwarzen als auch der weißen Magie dienen können. Als Druiden arbeiten wir ausschließlich mit weißmagischen Ritualen. Die Totenbeschwörung durch schwarze Magie bezeichnet man als Nigromantie (von lat. niger = schwarz).
Eine Geisterbeschwörung im London des frühen 19. Jahrhunderts
Rituale der Nekromantie
Wie das letzte Kapitel bereits gezeigt hat, lässt sich in der Nekromantie mit der Hilfe der Toten eine Vielzahl unterschiedlicher Zwecke verfolgen. Unabhängig davon, welches Ritual man genau geplant hat, wird zuerst eine anwesende Seele oder die Seele einer bestimmten Person gerufen. Danach gibt man der Seele eine Möglichkeit, sich zu artikulieren. Das ist der Hintergrund beim Gläserrücken oder einer „klassischen“ Totenbeschwörung mit einem Hexenbrett. Um eine Verbindung zum Totenreich herzustellen, kann man zuerst ein Anderswelt-Ritual durchführen.
Wichtig ist, dass man sich stets bewusst ist, dass Nekromantie kein Spiel ist! Man darf sich nur dann auf eine Totenbeschwörung einlassen, wenn man den Geistern Respekt und Ehrfurcht entgegenbringt.
Bevor man ein Ritual zur Totenbeschwörung beginnt, sollte man sich über seine Wünsche und Ziele im Klaren sein. Man sollte sich auch sicher sein, dass die Seele, die man rufen möchte, bereit ist im jeweiligen Anliegen ihre Unterstützung zu leisten. Auf keinen Fall darf man die Geister drängen! Wenn bei einem Ritual keine Antwort kommt, dann hat das seinen Grund und ist so zu akzeptieren.
Im Folgenden findest Du ein Beispiel für den Ablauf eines nekromantischen Rituals.
Eine Räucherung mit einem Kräuterbündel aus Salbei und Lavendel kann helfen, die richtige Atmosphäre für ein nekromantisches Ritual herzustellen.
Ritual zur Totenbeschwörung: Der Ruf des stillen Boten
Ein einfaches Ritual, um mit den Toten zu kommunizieren, ist der „Ruf des stillen Boten“. Hierbei handelt es sich um ein stilles Ritual, das in einem geschlossenen Raum durchgeführt wird, vorzugsweise bei Nacht. Der Ritualleiter beginnt, indem er einen Kreis aus schwarzem Salz auf den Boden streut, um die Verbindung zur Geisterwelt zu öffnen und gleichzeitig Schutz vor böswilligen Entitäten zu bieten. Eine schwarze Kerze wird in der Mitte des Kreises platziert und entzündet.
Mit sanfter Stimme spricht der Ritualleiter den Namen der verstorbenen Seele, die gerufen werden soll, und bietet ihr eine Gabe – wie ein persönliches Erinnerungsstück oder eine Blume. Nun folgt eine Phase des Schweigens, in der man wartet, bis sich die Anwesenheit des Geistes bemerkbar macht. Die Zeichen können vielfältig sein: ein Flackern der Kerze, eine plötzliche Kälte im Raum oder ein unbestimmtes Gefühl von Nähe. Sollte die Seele bereit sein, zu kommunizieren, kann man mit vorsichtigen Fragen beginnen, immer im Bewusstsein, dass Respekt oberstes Gebot ist.
Um das Ritual zu beenden, bedankt sich der Ritualleiter respektvoll bei der gerufenen Seele und bittet sie, in Frieden zurückzukehren. Die Kerze wird dann gelöscht, um die Verbindung zur Geisterwelt zu schließen (Achtung: man sollte die Kerze auf keinen Fall ausblasen! Bitte einen Kerzenlöscher oder ähnliches verwenden). Der Kreis aus Salz wird anschließend sorgfältig aufgelöst, wobei der Ritualleiter verkündet, dass das Tor zur Anderswelt nun geschlossen ist. Es ist wichtig, nach dem Ritual einen Moment der Stille zu bewahren, um sicherzustellen, dass keine Energien zurückbleiben, bevor der Raum verlassen wird.
Nekromantische Symbole
Bestimmte Symbole können Rituale zur Totenbeschwörung verstärken und dabei als zur spirituellen Welt dienen. In der Nekromantie werden oft Symbole verwendet, die sowohl Schutz als auch Macht über die jenseitigen Kräfte repräsentieren. Eines der wichtigsten Zeichen ist das Pentagramm, das nicht nur in magischen Praktiken im Allgemeinen, sondern auch speziell in der Nekromantie verwendet wird. Es schützt den Ritualleiter vor negativen Entitäten und stellt gleichzeitig eine Brücke zur Geisterwelt dar. Weitere häufig verwendete Symbole sind Kreuze oder Ahnen-Runen, die die Balance zwischen den Welten aufrechterhalten sollen.
Der Totenschädel ist ein weiteres ikonisches Symbol der Nekromantie. Er verkörpert die Verbindung zum Reich der Toten und erinnert an die Vergänglichkeit des Lebens. Oftmals wird er auf Altären platziert, um die Präsenz der Toten zu ehren.
Die Verwendung von Sigillen, personalisierten magischen Zeichen, die die Essenz des Geistes repräsentieren, den man ruft, ist ebenfalls üblich. Solche Symbole können auf Pergament gezeichnet oder in Ritualgegenstände eingraviert werden.
Die gezielte Platzierung und Aktivierung dieser Symbole in einem Ritual ist essenziell, um den gewünschten Kontakt herzustellen. Symbole dienen nicht nur als Mittel, um den Raum für die Geister vorzubereiten, sondern auch, um den Fluss von Energie und Intention zu lenken. Ihre korrekte Verwendung und das Verständnis ihrer Bedeutung können den Erfolg eines Rituals somit entscheidend beeinflussen.
Das Pentagramm gilt als zentrales Symbol der Nekromantie.
Werkzeuge der Nekromantie
Es gibt viele spirituelle Werkzeuge, mit denen man es den Geistern erleichtern kann, sich in einem Ahnen-Ritual auszudrücken. Hier findest Du eine Übersicht der wichtigsten Werkzeuge für den Austausch mit verstorbenen Seelen.
Das Hexenbrett (Wicca-Board)
Das Wicca-Hexenbrett wurde speziell für Séancen und die Kommunikation mit den Ahnen entwickelt. Dabei legen die Beteiligten ihre Hände auf eine Planchette, die geführt von den Geistern über das Brett gleitet. Die Geister können die Planchette zu den verschiedenen Buchstaben des Alphabets leiten und so Wörter und ganze Sätze bilden. Die meisten Wicca-Boards haben auch ein Symbol für „Ja“ und „Nein“, sowie ein Signal für „Ende“, mit dem der Geist bekannt geben kann, dass die Beschwörung vorbei ist.
Das Ritualglöckchen
Ein Ritualglöckchen ermöglicht es den Ahnen, uns auf besonders sanfte Weise Signale zu senden. Gutgesinnte Hausgeister können damit ihre Präsenz bekanntgeben und ihren Willen verkünden. Auch Ja/Nein Totenorakel, bei denen das Glöckchen klingelt oder nicht, sind möglich.
Der schwarze Spiegel
Ein schwarzer Spiegel (auch Hexenspiegel) ist ein magisches Werkzeug, das nicht nur für Anfänger im Bereich der Nekromantie einen großen Reiz hat. Dabei konzentriert man sich in einem Ritual auf die schwarze Spiegelfläche, auf der sich Botschaften aus dem Geisterreich visualisieren können. Die Geister zeigen einem dabei nur das, was sie einem zeigen möchten und ermöglichen dabei oft Einblicke in die eigene Seele.
Schwarzer Spiegel horizontal
Tipps zur Räucherung & Beleuchtung
Die passende Atmosphäre spielt bei allen Ritualen der Nekromantie eine große Rolle und auch der Zeitpunkt (am besten Vollmond oder Dunkelmond, oder natürlich die Zeit von Samhain) sollte sorgfältig gewählt sein.
Die Beleuchtung sollte ausschließlich von Kerzenlicht stammen! Eine schwarze Kerze ermöglicht hier die besten Resultate. Traditionelles Räucherwerk für die Kontaktsuche zu den Toten und Ahnen sind Salbei, Lavendel, sowie die getrockneten Blätter der Rotbuche.